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MI | 21.03 | 17:57
Neuer Funsdport Waveboarden (Bild: streetsurfing.at)
Funsport
Waveboarding: Funsport erreicht Wien
Egal ob bei der U-Bahnstation Spittelau oder am Karmelitermarkt: Mit Waveboarding hat ein neuer Trendsport auf zwei Rollen Wien erreicht. Hinter dem neuen Trend steckt auch eine ausgeklügelte Marketingstrategie.
Waveboard (Bild: streetsurfing.com)
Funsport mit "wellenähnlichem Bewegungsablauf".
"Wie Snowboarden ohne Schnee"
"Es ist wie Snowboarden auf Rädern nur braucht man keinen Schnee dazu", beschreibt ein begeisterter Waveboarder die neue Sportart.

Die Technik hinter dem Waveboard besteht aus einer beweglichen Gelenkstange, zwei Trittplatten und nur zwei Rollen, die sich jeweils am vorderen und hinteren Teil des Boards montiert, um die eigene Achse drehen lassen.

Um auf dem Board bestehen zu können ist Balance gefragt. Waveboarding oder Streetsurfing erfreue sich gerade wegen des "wellenähnlichen Bewegungsablaufs bei Kindern großer Beliebtheit", erklärt Marcus Stadler, der die Boards in Österreich vertreibt, gegenüber wien.ORF.at.
Kind beim Waveboarden (Bild: streetsurfing.at)
Marketingstrategie: Hersteller wenden sich direkt an Schulkinder. Trend mit ausgeklügelter Marketingstrategie
"Man kann es nicht sofort", so Stadler, der in Wien "bereits in diesem Jahr knapp 2.000 Boards" unter die Leute gebracht hat. Österreichweit sollen es heuer bereits sogar 10.000 gewesen sein. "Kinder können das Waveboarden in rund einer Stunde lernen, er selbst habe dafür aber über zwei Tage gebraucht", erzählt der Händler.

Besonders beliebt seien die Boards bei den zehn- bis 13-Jährigen, welche auch "die Hauptzielgruppe ausmachen", erläutert Stadler. Denn hinter dem neuen Trend steckt auch eine ausgeklügelte Marketingstrategie.

Die Hersteller wenden sich direkt an die Kinder und zeigen ihnen wie das Board zu benutzen ist. So haben Stadler und seine Mitarbeiter neben zahlreichen Events bereits in diesem Jahr "250 Schulen besucht, um die Kinder auszubilden".
Kinder beim Waveboarden (Bild: streetsurfing.at)
Preise liegen zwischen 100 und 150 Euro
Der Prototyp des Waveboards wurde von einem koreanischen Designer entwickelt, derzeit werden die Lizenzrechte für solche Boards von US-Sportartikelherstellern gehalten.

Da diese Verstöße gegen die Markenrechte gerichtlich ahnden, sind sie vor Nachahmern derzeit noch relativ gut gefeit, was die Preise für die Boards stabil hält.

Die skateboardähnlichen Bretter kosten je nach Modell zwischen 100 und 150 Euro. In Kürze soll auch ein billigeres Kindermodell auf den Markt kommen, erzählt Stadler.
Hubert Kickinger, wien.ORF.at