Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Polizei (Bild: ORF)
Wegen Lärms
Streit unter Nachbarn endete tödlich
Ein Streit in einem Wohnhaus in Hernals hat Montagfrüh für einen 43-Jährigen tödlich geendet. Wegen Lärms gerieten die beiden Wiener aneinander. Der 49-jährige Schütze will in Notwehr gehandelt haben.
Das Opfer soll laut Polizei immer wieder den Streit mit den Nachbarn gesucht haben.
Opfer galt als gewalttätig
Das Opfer galt als Sonderling und als extrem aggressiv und gewalttätig, so der zuständige Kriminalist. Der 43-Jährige habe des öfteren randaliert und mit Hausparteien gestritten.

Mehrmals musste die Polizei einschreiten. Es sei wiederholt zu Lärmbelästigungen gekommen.
Zur Aussprache mit der Waffe
Laute Musik drang auch am Ostermontag aus der ebenerdigen Wohnung. Ein Mieter aus dem ersten Stock fühlte sich gestört und wollte seinen Angaben zufolge den Mann gegen 6.45 Uhr zur Rede stellen. Zur Aussprache nahm er seine Waffe mit.
Streit eskalierte im Stiegenhaus.
Mit der Eisenstange in der Hand
Als der 43-Jährige die Wohnungstür öffnete, soll er bereits eine rund 60 Zentimeter lange Eisenstange mit Gummiummantelung in der Hand gehalten haben. "Er ist damit sofort auf mich losgegangen", betonte der 49-jährige, bisher unbescholtene Familienvater.

Der Streit eskalierte schließlich im Stiegenhaus des Wohnhauses in der Bergsteiggasse. Der 49-Jährige zog seine Waffe und feuerte ein Mal auf seinen Kontrahenten. Dieser brach tödlich getroffen zusammen.
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Gericht muss über Notwehr urteilen
Der 43-Jährige erlitt einen tödlichen Einschuss im Bereich der rechten Achselhöhe. Die Eisenstange lag beim Eintreffen der Polizei neben der Leiche.

"Das Gericht muss nun klären, ob es Selbstverteidigung war", betonte Klaus Mair von der Kriminalpolizei.
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