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DI | 14.02.2012
Kinderhand und alte Hand (Bild: PhotoCD)
Volkshilfe
Aktion gegen Armut in Österreich
Unter dem Titel "Armut geht uns alle an" wirbt die Volkshilfe ab sofort für Spendengelder. Auch in Wien steigt die Armut: Die Zahl der Sozialhilfeempfänger hat sich seit dem Jahr 2000 auf fast 80.000 verdoppelt.
Nur 712 Euro im Monat
712 euro im Monat - damit müssen Sozialhilfeempfänger in Wien auskommen. Dieser Betrag besteht aus der eigentlichen Sozialhilfe, der Mietbeihilfe und dem Heizkostenzuschuss.
Fakt ist aber: 712 Euro sind deutlich unter der Armutsgrenze, die laut der sogenannten Armutskonferenz bei 848 Euro monatlich für jeweils eine alleinstehende Person liegt.
Teilzeitbeschäftigung und zunehmende Arbeitslosigkeit als Ursachen
Nicht nur Arbeitslose
Man muss laut Volkshilfe aber nicht arbeitslos sein, um unter diese Grenze zu rutschen: 57.000 Menschen in Wien arbeiten, aber verdienen dabei so wenig, dass ihr Monatsgehalt mit Sozialhilfe aufgebessert werden muss, um dann auf die 712 Euro zu kommen.

Die Zunahme der Teilzeitbeschäftigungs-Verhältnisse dürfte ein Grund dafür sein. Zudem sind in Wien rund 20.000 Menschen mehr arbeitslos als im Jahr 2000. Die Stadt versucht dem Trend mit diversen Ausbildungsprogrammen für Sozialhilfeempfänger entgegen zu wirken.

Die steigende Armut in Wien hat sich übrigens nicht auf die Zahl der Obdachlosen ausgewirkt -die ist in etwa gleich geblieben.
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