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Buch |
25.06.2006 |
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Biedermeier-Friedhof St. Marx
Durch das Mozart-Jahr war der Biedermeier-Friedhof in Wien-Landstraße heuer schon im Gespräch, auch wenn er nach wie vor etwas im Verborgenen liegt. In einem Buch hat Autor Hans Veigl der Friedhofsgeschichte nachgeforscht.
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Das Mozartgrab hat den Friedhof heuer etwas ins Blickfeld gerückt. |
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Mozart wurde in ein Schachtgrab gestopft
Dass Wolfgang Amadeus im Dezember 1791 ziemlich schnöde in ein Schachtgrab gestopft wurde, ist an sich bekannt. Dafür waren sowohl die Begräbnis-Verordnung von Kaiser Joseph II. als auch die Vermögensverhältnisse des Verstorbenen verantwortlich.
Autor Hans Veigl beschreibt die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und zeigt, dass das Biedermeier gar nicht immer so eine heimelige Zeit war, wie es auf den ersten Blick manchmal erscheinen mag.
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Grabinschriften erzählen Geschichten. |
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Bürgerliche Privatheit
Da die josefinischen, gleichmacherischen Bestattungsriten mit ihre Massen- und Schachtgräbern bald selbst der Vergänglichkeit angehörte, verwandelten sich die Gräberfelder in ein imaginäres Museum bürgerlicher Privatheit , wie Veigl schreibt.
"Die hier schlafen, versuchen auch mittels ihrer Grabinschriften unter dem Vorwand der Einkehr und Erbauung mit uns zu kommunizieren und ihre Geschichte zu erzählen". Sie ruhen Seite an Seite: Die "Bürgerliche Kanalräumersgattin" neben dem "Jubilirten Protocollsdirektor des löblichen Magistrates der kk-Reichs- und Residenzstadt Wien", der "Vorstand der bestandenen k.k. Landeshauptkassa" neben dem "Lohnkutscherssohn".
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Mythen um Mozarts letzte Fahrt
Veigl räumt auch mit einigen Überlieferungen auf, die sich um Mozarts letzte Fahrt ranken. Die oft tradierte Ansicht, dass den Sarg kaum jemand zum Friedhof hinausbegleitete, weil bereits tiefster Winter herrschte, ist etwa durch historische Aufzeichnungen nicht belegt.
"An diesem Tag fiel den amtlichen Berichten zufolge kein Niederschlag, es herrschte Windstille und die Temperatur erreichte etwa drei Grad, fast milde für die Jahreszeit."
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Hans Veigl: "Der Friedhof zu St. Marx: Eine letzte biedermeierliche Begräbnisstätte in Wien".
Mit Fotos von Lisl Waltner. Böhlau Verlag.
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wien.ORF.at; 2.06
Beim derzeitigen Mozart-Boom kaum zu glauben - das Denkmal für das Musikgenie auf dem Wiener Zentralfriedhof ist in einem sehr schlechten Zustand. Spät aber doch wird es nun saniert.
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wien.ORF.at; 19.8.05
Anlässlich des Mozartjahres 2006 soll der St. Marxer Friedhof in Wien-Landstraße um bis zu 9,5 Mio. Euro saniert werden. Auf dem Friedhof wurde Wolfgang Amadeus Mozart begraben.
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