Abu ist nach Deutschland übersiedelt Abschied nehmen hieß es im Tiergarten Schönbrunn vom fünfjährigen Elefantenbullen Abu und seiner Mutter Sabi. Sie sind in den Zoologischen Garten von Halle an der Saale in Deutschland gebracht worden.
Transport in der Nacht Wegen der großen Hitze wurde der Transport von Abu und seiner Mutter Sabi in der Nacht auf Donnerstag durchgeführt. Alles klappte laut Tiergarten Schönbrunn klaglos.
Die Schönbrunner Tierpflegerin Almut Kimbacher ist mit nach Sachsen-Anhalt gereist, um Sabi und Abu mit der neuen Umgebung vertraut zu machen.
Publikumsliebling Abu
Als Abu im Frühjahr 2001 zur Welt kam, war er der erste Afrikanische Elefant, der im Schönbrunner Tiergarten geboren wurde.
Die Geburt erfolgte nach 643-tägiger Schwangerschaft, die durch eine erstmalig in Europa durchgeführte künstliche Besamung zustande gekommen ist. Der Samen stammte vom 17 Jahre alten Elefantenbullen "Tembo" aus dem britischen Zoo von Colchester.
Pfleger starb bei Unfall Der kleine Elefant wurde rasch zum Publikumsliebling. Im Februar des Vorjahres kam es bei der Morgenpflege zu einem grässlichen Unfall. Abu spießte dabei einen 39-jährigen Pfleger auf. Der Mann starb. Abu kam seitdem nicht mehr in direkten Kontakt zu Pflegern.
Neue Elefantenanlage in Halle Der Zoo in Halle verfügt über eine moderne Elefantenanlage, die gerade erst fertiggestellt worden ist. In Größe und Qualität entspricht sie der Anlage in Schönbrunn. Der Bau wurde erst vor wenigen Tagen abgeschlossen.
Ursprünglich sollte Abu neben dem zweiten Schönbrunner Bullen Pambo in Wien bleiben. Doch durch das neue Tierschutzgesetz war das laut Tiergarten nicht mehr zulässig. Die Bullenanlage entspricht nämlich von der Größe her nur den Bedürfnissen eines einzigen Tieres, die Haltung eines zweiten Bullen wäre nicht statthaft.
wien.ORF.at; 20.8.05
Ein halbes Jahr nach der Attacke von Abu war wieder Normalität ins Elefantenhaus eingekehrt. Für den jungen Bullen galt "protectet contact".