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RFJ |
31.08.2006 |
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Türkin die Mitgliedschaft verweigert
Die Wiener Landesorganisation des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ) hat einer Frau mit türkischem Migrationshintergrund die Aufnahme verwehrt. Diese Entscheidung sorgt für Empörung.
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RFJ: "Wunsch österreichischer Jugendlicher,
unter sich zu bleiben" |
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"Unter sich bleiben"
"Der Wunsch der österreichischen Jugendlichen, wenigstens einen Platz zu erhalten, wo sie noch unter sich sich bleiben können war unüberhörbar", so der Wiener RFJ-Obmann Dominik Nepp.
Es müsse jeder Organisation überlassen bleiben, wen sie in ihre Reihen aufnehme, hieß es.
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"Sachlich korrekte Diskussion"
Man hat laut Nepp die jetzt getroffene Richtungsentscheidung seit langem erwartet. Sie sei das Ergebnis einer sachlich korrekten Diskussion im Landesvorstand gewesen. Dabei hätten sich die "transdanubischen" RFJ-Bezirke nicht durchgesetzt, die für eine Aufnahme der jungen Frau plädiert hatten.
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SJÖ, FSG und Junge ÖVP kritisieren Entscheidung scharf |
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Kein Verständnis
Bei den politischen Mitbewerbern sorgte die Entscheidung des RFJ für Empörung. Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreichs (SJÖ), Ludwig Dvorak, meinte: "Diese Entscheidung ist zwar weniger überraschend als der Umstand, dass es überhaupt Jugendliche gibt, die dem RFJ beitreten wollen." Dennoch sei der offen zur Schau getragene Rassismus nicht zu entschuldigen.
Von einem "demokratiepolitischen Skandal" sprach der Jugendvorsitzende der FSG, Rene Pfister. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache solle nun erklären, ob auch in der FPÖ Menschen ausländischer Herkunft unerwünscht seien.
Der Wiener Landesobmann der Jungen ÖVP, Markus Kroiher, ortete die "astreine Fortsetzung des nationalsozialistischen Ariernachweises", wenn man erst die österreichische Abstammung seiner Vorfahren vorweisen müsse, bevor man einer Partei beitrete. Hier werde ein Klima der absoluten Ausländerfeindlichkeit kultiviert, das in der Gesellschaft keinen Platz haben dürfe.
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