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MI | 11.04.2012
Helmut Rauch. (Bild: APA)
Atomphysik
Wittgenstein-Preis für Helmut Rauch
Helmut Rauch, Kernphysiker und langjähriger Leiter des Atominstituts der Österreichischen Universitäten, ist am Samstag in Wien mit dem Ludwig-Wittgenstein-Preis geehrt worden.
Doktorvater von Anton Zeilinger
Rauch gelang 1974 mit dem von ihm entwickelten Neutronen-Interferometer der erstmalige Nachweis von Materiewellen auf makroskopischem Maßstab.

Er brachte auch eine Vielzahl an Schülern hervor, die weiter auf diesem Gebiet arbeiten, darunter auch Anton Zeilinger, der unter anderem durch seine spektakulären "Beam"-Experimente bekannt geworden ist.
Uhl, Tuppy und nun Rauch
Der Ludwig-Wittgenstein-Preis der Österreichischen Forschungsgemeinschaft hat nichts mit dem gleichnamigen Preis des Bildungsministeriums zu tun. Der Preis ist nach dem weltberühmten österreichischen Philosophen benannt und ist die höchste Auszeichung für einen Grundlagenforscher in Österreich.

Bisherige Preisträger sind Ernst H. Gombrich (1988), Viktor F. Weisskopf (1990), Oleh Hornykiewicz (1993), Ottokar Uhl (1996), Hermann A. Haus (1997), Peter L. Berger (2000), Hans Tuppy (2002) und Carl E. Schorske (2004).
Akademische Laufbahn begann 1965
Rauch wurde am 22. Jänner 1939 in Krems geboren. Er studierte technische Physik an der TU Wien, wo er 1965 promoviert wurde. 1970 erfolgte die Habilitation für das Fachgebiet Neutronen- und Reaktorphysik.

1972 wurde Rauch zum Professor für experimentelle Kernphysik an der TU Wien und zum Vorstand des Atominstituts der Österreichischen Universitäten berufen. Von 1991 bis 1994 war Rauch zudem Präsident des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).
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