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MI | 11.04.2012
Geldof (Bild: APA)
Burgtheater
Bob Geldof als Stargast bei mobilkom-Feier
Mit Bob Geldof hat Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic einen Stargast für das Zehnjahresfest der mobilkom im Burgtheater einfliegen lassen. Der irische Rockmusiker und Friedensaktivist begeisterte mit mahnenden Worten.
Geldof & Nemsic (Bild: APA)
Bob Geldof und Boris Nemsic auf der Burgtheater-Bühne.
Armut kann gestoppt werden
"1984 sah ich etwas im Fernsehen, dass mich angewidert und schockiert hat", sagte der Musiker. "13 Millionen Menschen starben an Hunger." Damals habe man lediglich die Symptome der Armut lindern können. Heute sei man in der Lage, mit die Situation in Afrika zu verbessern.

Der Weg von Wohltätigkeit zu Gerechtigkeit sei lange, aber man werde ankommen, so Geldof. "Afrika ist unser Mexiko", sagte er. Wir müssen uns mit der Armut in unserer Nachbarschaft auseinander setzen.

Mobile Kommunikation sei auch eine Chance für Afrika, das Europa so nahe liege und doch so fern sei. "Wir können die Armut stoppen", zeigte sich Geldof überzeugt.
Geldof (Bild: APA)
Bob Geldof ist der Initiator des weltgrößten Charity-Konzerts "Live 8", das im Sommer 2005 gleichzeitig in mehreren Städten der Welt über die Bühne ging.
Gorbach, Gusenbauer und Pröll (Bild: APA)
Vizekanzler Hubert Gorbach (BZÖ), SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer und Umweltminister Josef Pröll (ÖVP)
1.000 geladene Gäste
Für seine mahnenden Worte wurde Geldof von rund 1.000 geladenen Gästen - darunter SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, Landwirtschaftsminister Josef Pröll, Vize-Kanzler Hubert Gorbach, Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, Siemens Österreich-Chefin Brigitte Ederer und Lifeball-Organisator Gery Keszler - beklatscht.

Als Dankeschön gab der Redner eine Riverdance-Stepp-Einlage zum Besten. "Ich bin ja schließlich Ire", meinte er.

Zu Abschluss kündigte Geldof an: "Ich werde wieder kommen, aber dann, um Rock'n'Roll zu spielen."
Geldof bestaunte Spätwerk von Picasso.
Später Gast in der Albertina
Nach seiner Rede besuchte Geldof zu nächtlicher Stunde die Picasso-Ausstellung. "Er wollte von uns genau drei Wünsche erfüllt haben: Erstens die Picasso-Ausstellung in der Albertina sehen, zweitens Wiener Schnitzel essen und drittens Rotwein trinken", so Gastgeberin Isabella Klausnitzer.

Nach einem Empfang in den Prunkräumen widmete sich Geldof den etwa 200 Alterswerken Picassos.
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