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Lobau |
28.11.2006 |
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Autobahn spaltet die Gemüter
Es könne nicht sein, dass 35 Personen sich gegen Millionen Menschen stellen, kommentiert Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) die Aktion der Umweltschützer in der Lobau. Die Grünen kritisieren die Haltung der Umweltabteilung.
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Umweltschützer sorgen für heftige Diskussionen. |
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Häupl für Realisierung des Tunnelprojekts
"Ich bin striktest gegen einen Polizeieinsatz" in der Lobau, betont Bürgermeister Häupl. Es dürfe jedoch nicht sein, dass circa 35 Personen den Willen von Millionen verhindern.
Die Demonstranten sollen sich bewusst machen: "Wer heute den Tunnel verhindert, wird morgen die Brücke bekommen", betonte Häupl.
Das Tunnelprojekt beurteilt Häupl als vernünftig. Der Nationalpark Lobau würde dadurch nicht berührt.
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Keine Verhandlung mit Berufsaktivisten
Häupl will nicht mit der "bunten Mischung international tätiger Berufsaktivisten" verhandeln: "Dazu ist mir meine Zeit zu schade", so Häupl.
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Maresch kritisiert Umweltabteilung
Umweltsprecher Rüdiger Maresch von den Grünen bemängelt "die Haltung der Umweltabteilung MA22". Der Naturschutzbescheid der MA22 sieht Arbeitszeiten im Nationalpark von 8.00 bis 19.00 Uhr vor.
Die ASFINAG sei gestern entgegen dieser Beschränkung bereits um 7.00 Uhr mit Baugeräten im Nationalpark eingefahren.
"Die Verletzung der Bescheidauflagen stellt kein Bagatelldelikt dar", betont Maresch. Trotzdem forderte er die Umweltbehörde und Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) auf, die Verantwortung wahrzunehmen und den Verstoß rechtlich prüfen zu lassen.
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Grüne besuchen Lobau
Bundessprecher Alexander Van der Bellen und Stellvertreterin Eva Glawischnig von den Grünen waren am Dienstag in der Wiener Lobau. Umweltschützer informierten sie dort über den aktuellen Stand der Dinge.
Die Grünen plädieren nun für eine "Nachdenkpause" bezüglich Nord-Ost-Umfahrung.
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Brauchen Pendler neue Autobahn oder öffentliche Verkehrsmittel? |
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Verkehrsplaner sind sich nicht einig
"Irgendwann wird unsere Südosttangente (A 23)die Leistungsfähigkeitsgrenze überschreiten und die Erreichbarkeit in der Region verschlechtert sich dann", erklärte Verkehrsplaner Werner Rosinak gegenüber Radio Wien: Der Bau der Lobauautobahn sei für Pendler unumgänglich.
"Die Pendler brauchen keine weiteren Straßen", sagte hingegen Verkehrsplaner Hermann Knoflacher. Eine Alternative sind für ihn die öffentlichen Verkehrsmittel. "Das ist intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur statt permanente Naturzerstörung durch Weiterbau", so Knoflacher.
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Stillstand in der Lobau
Umweltschützer belagern indes weiter die Baugeräte, um den Beginn der Probebohrungen zu verhindern. Sie fürchten vor allem den zunehmenden Transitverkehr.
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Debatte neu aufgeflammt
Dem entgegnen Politiker und ASFINAG, das mit dem Bau der Lobauautobahn ein Verkehrschaos verhindert werden soll.
Wie auch immer: Die Debatte über die Sinnhaftigkeit der Wienumfahrung ist durch die Blockadeaktion der Umweltaktivisten wieder entfacht.
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wien.ORF.at; 27.11.06
Nichts geht im Moment in der Au. Beide Seiten wollen ihre Vorhaben nicht aufgeben: die ASFINAG nicht die Probebohrungen für den Tunnel - und die Umweltaktivisten nicht ihre Blockade.
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wien.ORF.at; 22.11.06
Trotz kühlerer Temperaturen wollen die Umweltschützer in der Lobau auch im Dezember in ihrem Zeltlager verharren. Die Stadt Wien versicherte, die Demonstranten nicht von der Polizei wegtragen zu lassen.
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wien.ORF.at; 9.11.06
Zumindest rund um die Lobau haben bereits die Probebohrungen für die Nordost-Umfahrung (S1) begonnen. Derzeit gibt es Bodenerkundungen an der Neuen Donau.
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