Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Plastiksackerl (Bild: APA)
Plastik
ÖVP will Plastiksackerln verbieten
Sackerln aus Zucker und Zellulose sollen nach dem Willen der ÖVP in Wien aus Erdöl produzierte Tragetaschen ablösen. Die SPÖ könnte mitziehen, will aber eine österreichweite Regelung.
Plastiktaschen verrotten nicht
Die üblicherweise verwendeten Tragtaschen aus nicht verrottendem Kunststoff würden die Umwelt über viele Jahrhunderte belasten, so ÖVP-Umweltsprecher Roman Stiftner. Biogene Kunststoffsackerln würden nach maximal zehn Wochen in ihre Bestandteile zerfallen.

Biogene Wegwerftaschen werden nicht aus Erdöl, sondern aus Zellulose und Zucker erzeugt. Beides sind heimische Rohstoffe, mit dem Umstieg auf daraus hergestellte Tragtaschen könnte die österreichische Landwirtschaft unterstützt werden, so Stiftner.
Platz sparen und Abhängigkeit verringern
Außerdem würden die Abhängigkeit von Erdöl produzierenden Staaten und der CO2-Ausstoß verringert. Wertvoller Platz auf Deponien könnte gespart und das umweltfreundliche Granulat in der Biogasanlage verwertet werden, zählte Stiftner weitere Vorteile auf.
Vorbild Paris
Als Vorbild nannte Stiftner die französische Hauptstadt Paris, wo aus Erdöl produzierte Plastiksackerln bereits 2007 verboten werden sollen. Ein solches Verbot sei rechtlich auch auf Wiener Landesebene machbar.

Dem widersprach SPÖ-Gemeinderat Erich Valentin in einer Reaktion. Zwar bestehe in der Frage der Plastiksackerln mit der ÖVP durchaus Einigkeit, eine Regelung sei aber nur österreichweit durchsetzbar.
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