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MO | 13.02.2012
Gericht (Bild: APA)
Urteil
Zwei Monate bedingt für Bauchstich-Drohung
Die 54-jährige Frau, die einem Richter damit gedroht hat, ihm "ein Messer in den Bauch zu rammen" und Mitarbeiter des Landesgerichts für Zivilrechtssachen jahrelang verängstigte, wurde zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt.
Mitarbeiter des Landesgerichts waren Jahre lang verängstigt.
54-Jährige beschimpfte Angestellte
Seit mehreren Jahren sorgte die 54-Jährige im Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen für Unruhe. Seit 1999 kämpfte sie gegen gerichtliche Beschlüsse bezüglich ihrer Sachwalterschaft an.

Vor allem hatte es die Frau auf den Richter abgesehen, doch auch Kollegen und Mitarbeiter am Wiener Landesgerichts verängstigte die Akademikerin, die zwei Studien abgeschlossen hat.

Kanzleikräfte ließen sich versetzen, um nicht mehr mit der Frau in Kontakt treten zu müssen. Eine junge Mitarbeiterin brach am Arbeitsplatz sogar in Tränen aus, nachdem sie von der Frau heftig beschimpft worden war.
Rechtsbeistand wegen Persönlichkeitsstörung
Laut Gutachten des Psychiaters Reinhard Haller leidet die Frau an einer Persönlichkeitsstörung. Auf Grund dieser und nach Einschätzung der Behörden ist es der Frau nur möglich, Rechtsgeschäfte mit juristischem Beistand zu erledigen.
Die zweifache Akademikerin bedrohte den Richter.
Drohung an Richter: "Es wird Blut fließen"
Bereits im Jahr 2001 erschien die Frau im Büro des Richters und ergriff einen Brieföffner, um diesen dazu zu bringen, das Sachwalterschaftsverfahren einzstellen. Zu diesem Zeitpunkt habe der Richter noch "keine richtige Angst gehabt".

"Es wird Blut fließen" soll die Frau zum Richter im Sommer 2005 während eines Telefonats gesagt haben und drohte, ihm "ein Messer in den Bauch zu rammen".

Daraufhin habe der Richter einen Aktenvermerk angelegt und als er erfuhr, dass sich Mitarbeiter und Kollegen bereits seit längerem ängstigten, wurde Anzeige erstattet.
54-Jährige protestiert heftig gegen des Schuldspruch.
Frau bekannte sich nicht schuldig
Die beschuldigte Frau leugnete vor Gericht, den Richter je eingeschüchtert zu haben. Sie behauptete, dass die gegen sie gerichteten Vorwürfe "aus der Luft gegriffen" seien und sprach von einem "fingierten Aktenvermerk".

Gegen den Schuldspruch des Wiener Straflandesgerichts am Freitag wegen gefährlicher Drohung protestierte die Frau heftig und legte unverzüglich Rechtsmittel ein.
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