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MO | 13.02.2012
Schöps (Bild: ORF)
Mode
Schöps will sich attraktiver machen
Das Textilhandelsunternehmen Schöps hat Berichte der "Presse" dementiert, wonach 70 Filialen geschlossen würden. Vielmehr will sich das Unternehmen neu positionieren.
Waren sollen "elitärer" und teurer werden, 85 Filialen werden damit aufgewertet.
Unternehmen wird neu ausgerichtet
Schöps will, wenn überhaupt, bis auf zehn oder zwölf keine Standorte schließen, sondern das Unternehmen neu ausrichten. Die Eigentümer wollen weg vom Billig-Image und hin zu mehr Exklusivität. Künftig soll unter anderem auch Designerware verkauft werden.

So hat die Firma auch zwei Designer engagiert. Der eine kommt von Versace, der andere von Max Mara. Dadurch möchte man sich von den Mitanbietern in der Textilhandelsbranche – auch preislich – abheben.
Rund 40 Filialen bieten weiter das bisherige Sortiment an. Bis zu zwölf Filialen sollen geschlossen werden.
85 Filialen sperren für vier Tage
Um diese Neuausrichtung durchzuführen, werden am kommenden Montag 85 der österreichweit insgesamt 122 Filialen für vier Tage geschlossen. In dieser Zeit sollen, wie der Geschäftsführer der Textilkette Schöps, Guido Eric Wolfram, am Samstag gegenüber "Wien heute" sagte, kleinere Umbauarbeiten erledigt und die gesamte Kollektion ausgetauscht werden.

Danach, am kommenden Freitag, werden alle Schöps-Filialen laut Wolfram wieder aufsperren. In den restlichen rund 40 Filialen werde das bisherige Sortiment weiter verkauft werden.
Bis zu 25 Kündigungen möglich
Der harte Wettbewerb in der Textilhandelsbranche hat aber auch seinen Preis: Von 850 Schöps-Mitarbeitern werden laut Betriebsrat bis Ende Juni 20 bis 25 gekündigt. Zehn bis zwölf Filialen stehen vor der Schliessung, vor allem in Kleinstädten - es sei denn, die neue Modelinie führt auch dort zu höheren Umsätzen.

Dass nach "Presse"-Berichten" österreichweit 70 Schöps-Filialen für immer geschlossen werden oder dass gar ein "Kahlschlag" droht, dementierte die Firmenleitung energisch.
Schöps gehört der Luxemburger PHI.
Unternehmen soll in Gewinnzone
Mit dem neuen Konzept möchte Wolfram den Traditionsbetrieb wieder in die Gewinnzone führen. Mit der Billig-Konkurrenz hatte sich Schöps zuletzt schwer getan.

Eigentümer der Textilkette ist die Luxemburger Investgruppe PHI. Sie hat das defizitäre Unternehmen vor wenigen Wochen vom italienschen Industriellen Piofrancesco Borghetti gekauft.
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