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DI | 14.02.2012
Vladimir Zagorec (Bild: APA)
Vladimir Zagorec
Wiener Anwälte kritisierten kroatische Justiz
Die Wiener Anwälte des früheren kroatischen Vize-Verteidigungsministers Vladimir Zagorec haben der kroatischen Justiz am Dienstag die Verletzung rechtsstaatlicher Grundsätze vorgeworfen.
Am Dienstag begann der Prozess gegen Zagorec in Zagreb.
Kroatischer Anwalt war nicht geladen
Bei einer Zeugeneinvernahme sei der kroatische Anwalt von Ex-General Vladimir Zagorec nicht eingeladen gewesen. "Das entspricht nicht dem rechtsstaatlichen Verfahren und dem prinzipiellen Recht auf Verteidigung", erklärte der Wiener Anwalt Gabriel Lansky.

Der kroatische Anwalt von Zagorec befinde sich in Rekonvaleszenz und habe deshalb mehrfach die Vertagung der Einvernahme beantragt

Dem Ex-General Vladimir Zagorec, der sich derzeit in Wien aufhält, wird die Veruntreuung von Staatsgeldern in Höhe von mehreren Millionen Dollar vorgeworfen.
Mit der Einvernahme von zwei Zeugen hat am Dienstag ein Prozess gegen Zagorec in dessen Abwesenheit vor einem Gericht in der kroatischen Hauptstadt Zagreb begonnen.
In Wien festgenommen.
Schmuck aus Ministerium entwendet
Zagorec soll im Jahr 2000, als er den Posten des Vize-Verteidigungsministers räumte, aus dem Safe seines Ministeriums Schmuck in Wert von mehreren Millionen Dollar entwendet haben.

Den Schmuck soll er angeblich 1993 von einem deutschen Waffenhändler als Bürgschaft für fünf Millionen US-Dollar (3,75 Mio. Euro) erhalten haben.

Nach der Ausstellung eines internationalen Haftbefehls war er am 14. März in Wien festgenommen und nach Hinterlegung einer Kaution freigelassen worden. Derzeit läuft das Auslieferungsverfahren.
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