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Arenbergpark |
29.03.2007 |
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Relikte aus dem Krieg im Flakturm entdeckt
Lang verborgene Zeitgeschichte: In einem der beiden Flaktürme im Arenbergpark hat eine Künstlergruppe jetzt Babyschnuller, Instantkaffee, Gasmasken und andere Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
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Wenn der Kuckuck rief ...
Wenn der Kuckuck aus dem Radio rief, dann war Gefahr in Verzug, die Bomber im Anflug. Wer den Kuckuck im Leitflakturm an die Wand gemalt hat, weiß heute niemand. Er ist ein starres Symbol für Angst, Tod und Überleben im Zweiten Weltkrieg.
"Sterbende Kinder während der Luftangriffe, total überfüllte Räume: Das Leben im Luftschutzbunker war - zumindest während der Luftangriffe - eine Katastrophe", sagte Wolfgang Lamsa vom Künstlerverein "Faktum Flakturm".
Doch es ging auch anders: Für seinesgleichen hatte das Nazi-Regime Sekt herangeschafft und es wurden Rechnungen für Tausende Liter Wein gefunden. Daneben auch Gasmasken, ein Mieder und ein Modellflugzeug.
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Kondome und Damenstrümpfe
 Lamsa: "Wir haben auch englische Kondome gefunden. Wie die hierher gekommen sind? Wahrscheinlich mit dem Flugzeug." Auch damals schier unerschwingliche Damenstrümpfe waren dabei und Liebesbriefe, die noch ausgewertet werden müssen.
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Künstler wollen im Flakturm bleiben
Ins Rollen gekommen ist alles durch die Initiative von Künstlern. Sie begannen den Flakturm 2005 zeitlich begrenzt zu nützen. Dann ist die Sache quasi von selbst immer weiter gewachsen.
Jetzt ist der Flakturm mit allem, was er verbirgt, auch für sie wieder geschlossen, doch die Gruppe will weitermachen. "Es wäre einfach großartig, wenn wir einen Nutzungsvertrag kriegen könnten für die nächsten drei Jahren", wünschte sich Valentina Cancelli vom Verein Faktum Flakturm.
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Sicherheit muss gegeben sein
Die Stadt zeigt jetzt auch Interesse an der Aufarbeitung der Fundstücke. Auch eine Weiternutzung scheint nicht ganz ausgeschlossen.
Dafür muss aber geklärt werden, wie und um welchen Preis die Sicherheit im Turm gewährleistet werden kann. Bis dahin schlummert die bedrückende Geschichte einfach weiter, denn der Flakturm ist ja "unverwundbar".
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Für das Forschungsprojekt werden auch Zeitzeugen gesucht, die über den Flakturm und seine Geschichte erzählen können. Kontakt Wolfgang Lamsa 0699/10 52 36 20.
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