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MI | 11.04.2012
Prozess (Bild: ORF)
Gericht
Stieftochter missbraucht - zwei Jahre Haft
Ein 42-jähriger Wiener Kraftfahrer ist wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen sowie Besitzes und Weitergabe von Kinderpornos zu zwei Jahren Haft, davon sechs Monate unbedingt, verurteilt worden.
Das Urteil ist rechtskräftig.
Über 10.000 Kinderpornos in der Wohnung
Bei einem Strafrahmen von maximal drei Jahren, der bisherigen Unbescholtenheit des Mannes sowie seiner teilweise geständigen Verantwortung erachtete die Richterin die Strafe für ausreichend.

Bei einer Hausdurchsuchung war die Polizei in der Wohnung des Familienvaters auf eine riesige Kinderporno-Sammlung gestoßen: Auf seinem PC und weiteren Datenträgern fanden sich über 10.000 abartige Bilder und 159 Videodateien. "Fesseln und Foltern, da ist alles dabei", schüttelte die Staatsanwältin den Kopf.

"Bei manchen Sachen denk ich mir nicht viel", meinte der Angeklagte, der das Material über ein File-Sharing-Programm auch Gleichgesinnten zur Verfügung gestellt hatte.
Eindeutige Aufnahmen der Stieftochter
Die Ermittler entdeckten aber auch Aufnahmen, die der Mann mit seinem Handy beziehungsweise einer Videokamera von seiner 15-jährigen Stieftochter angefertigt hatte.

Diese legten den Verdacht nahe, dass er das Mädchen missbraucht hatte. "2004 sind wir uns ziemlich nahe gekommen. Sie ist sehr liebesbedürftig. Am Anfang haben wir gekuschelt, im Lauf der Zeit ist's dann zu sexuellen Kontakten gekommen", gab der Kraftfahrer zu.

Was die Videoaufnahmen mit dem Mädchen betrifft, merkte er an: "Wir haben a bissl gewaltig übertrieben. Aber wir haben hauptsächlich Bilder g'macht. Sie hat g'sagt, das taugt ihr, das g'fallt ihr."
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