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MI | 11.04.2012
Radiostraßenbahn "Buch am Zug" (Bild: Hauptverband des österreichischen Buchhandels)
Welttag des Buches
Radiostraßenbahn als Bücherwerbung
Zum UNESCO-Welttag des Buches hat die Radiostraßenbahn am Montag auf dem Ring ihre Runden gedreht. Unter dem Motto "Buch am Zug" plauderten Promis aus Politik, Wissenschaft und Kultur über ihre Lieblingsbücher.
Interviews in der Radiostraßenbahn "Buch am Zug" (Bild: ORF / BeLicht)
Prominente Bücherwürmer live sehen oder im Internet anhören.
Interviews als Podcast zum Anhören
Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), Karikaturist Gustav Peichl und Journalistin Elfriede Hammerl waren nur einige der knapp 50 Prominenten, die anlässlich des Welttages des Buches in der Radiostraßenbahn mit den Ö1-Journalisten Gabriele Madeja und Günther Kaindlstorfer plauderten.

Jede Runde, die circa eine halbe Stunde dauert, wechselten die Promis an Bord der Radiostraßenbahn. Die Gespräche wurden aufgezeichnet und als Podcast auf die Homepage der Aktion "Buch am Zug" gestellt.
Radiostraßenbahn "Buch am Zug" (Bild: ORF / BeLicht)
Gabriele Zuna-Kratky (Bild: Technisches Museum Wien)
Die Direktorin des Technischen Museums will Gusto auf Bücher machen.
Zuna-Kratky: "Kulturtechnik" gegen Unbildung
Als eine der Ersten ist Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museums, zwischen mit der Radiostraßenbahn gefahren: "Wenn wer auf dem Weg zur Arbeit mit unserer Bim fährt, vielleicht kann man ihm Gusto machen, sich in der Mittagspause ein Buch zu kaufen", so Zuna-Kratky im Vorfeld der Aktion.

Obwohl sie als Direktorin des Technischen Museums eher für die elektronischen Medien zuständig sei, betonte sie im Gespräch mit wien.ORF.at, wie wichtig die Kulturtechnik Lesen sei, dass sie den Charakter bilde. Passenderweise habe sie zuletzt "Theorie der Unbildung" von Konrad Paul Liessmann gelesen.
Klaus Eberhartinger (Bild: APA)
Die Historikerin hat wenig Zeit für Belletristik.
Eberhartinger und Hamann lesen Fachbücher
Bildung ist auch das Stichwort bei den Lesegewohnheiten der Historikerin Brigitte Hamann: "Ich muss sehr viel lesen", täglich sechs bis acht Stunden Fachliteratur. Bei ihrem Auftritt in der Radiostraßenbahn las Hamann daher vor allem aus ihren eigenen Bücher.

Trotz Zeitmangels und gebrochener Rippe ließ sich auch Sänger und "Dancing Star" Klaus Eberhartinger die Gelegenheit nicht nehmen, in der Radiostraßenbahn Platz zu nehmen. Privat lese er gerne "Abhandlungen über Weltreligionen, vor allem den Islam".

Er möge Bücher wegen der Bilder, die im Kopf entstehen: "Eine Verfilmung kann da die Buchvorlage nie erreichen", so Eberhartinger.
Otto Lechner in der Radiostraßenbahn (Bild: ORF / BeLicht)
Otto Lechner spielt zwischen den Interviews auf und erzählt auswendig gelernte Kafka-Texte.
Blinder Akkordeonist rezitiert Kafka
Damit sich in der Radiostraßenbahn nicht nur alles um das geschriebene Wort drehte, spielte zwischen den Gesprächen der blinde Akkordeonist Otto Lechner auf. Unterstützung erhielt er von zwei "musikalischen Gästen", dem Violinisten Anton Burger und dem Gitarristen Karl Ritter.

"Wenn Zeit bleibt, möchte ich zwischendurch meinen Lieblingsautor Franz Kafka zum Besten geben", kündigte Lechner an. Auswendig kennt er etwa die Erzählung "Ein Landarzt".
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