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MO | 13.02.2012
Die Cheapart, Vorbild der ARTmART (Bild: Aris Roupinas)
ARTmART & M-ARS
Kunst für jedermann als Renner
Zeitgenössische Kunst zu moderaten Preisen erweist sich als Verkaufserfolg: Sowohl bei der Ausstellung ARTmART im Künstlerhaus als auch im Kunstsupermarkt M-ARS zeigt man sich mit den Umsätzen der vergangenen Woche zufrieden.
Christian Rupp und Lorenz Seidler von ARTmART (Bild: Christian Rupp & eSeL)
Christian Rupp und Lorenz Seidler von ARTmART.
Werke um 70 Euro als Erfolgsrezept
Man sei noch beim Abrechnen, aber es zeichne sich ein Erfolg ab: ARTmART-Koordinator Lorenz Seidler sagte im Gespräch mit wien.ORF.at, dass über 70 Prozent der etwa 2.800 ausgestellten Werke bei der einwöchigen ARTmART verkauft worden seien. Das bedeute zehn verkaufte Bilder für jeden der über 200 Künstler und einen Umsatz von 140.000 Euro.

Bei der ARTmART, die heuer erstmals stattfand, stellten heimische und internationale Künstler vom 25. April bis 1. Mai auf einem 70 Zentimeter breiten Wandstreifen ihre Werke aus, die um einen Einheitspreis von 70 Euro angeboten wurden.
Mehr Künstler, mehr Kunstinteressierte: So wird laut Koordinator Christian Rupp Kunst billiger.
Kunst für breites Publikum statt für Elite
Christian Rupp, Koordinator und ausstellender Künstler bei der ARTmART, zeigte sich gegenüber wien.ORF.at "positiv überrascht über den Ansturm".

Er sah eine Tendenz, dass Kunst "ein breiteres Publikum als elitäre Schichten" anspreche: Die ökonomische Entwicklung schaffe laut Rupp Spielraum für die kulturelle: Mehr Leute hätten das nötige Kleingeld für preiswerte Kunst.

Außerdem würden, so Rupp, mehr Künstler ihre Werke auf den Markt bringen: "Sowohl Interesse als auch Angebot sind im Wachsen."
Christian Smretschnig im Kunstsupermarkt M-ARS (Bild: ORF / BeLicht)
Christian Smretschnig über seinen Kunstsupermarkt: "Die Sache funktioniert."
Sex-Manga-Bilder als Renner im M-ARS
Ähnlich erfolgreich wie die ARTmART verlief die erste Woche des ersten österreichischen Kunstsupermarkts M-ARS. "Die Sache funktioniert", sagte Initiator Christian Smretschnig über sein am 26. April eröffnetes Geschäft.

In der ersten Woche wurde entgegen dem internationalen Trend vor allem Malerei, weniger Fotografie verkauft. Am besten gingen die großformatigen Sex-Manga-Bilder von Michael Marcovici, aber auch viele kleine Werke haben den Besitzer gewechselt. Die Stücke kosten zwischen 9,99 und 899,90 Euro.

Dass es im M-ARS einmal leere Regale geben werde, befürchte er nicht, so Smretschnig. Derzeit würden 70 Künstler darauf warten, vom Kuratorium für den Kunstsupermarkt vorgeschlagen zu werden. Neu im Sortiment seien zum Beispiel die Lithografien von Parastahn Dachhauer und die Collagen von Diana Deu.
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