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MI | 11.04.2012
Mozart: Leben, Lieben und Leiden (Bild: Filmarchiv Austria)
Kino
Restaurierter erster Mozart-Film zu sehen
Die in Zusammenarbeit mit dem Römischen Kinomuseum digital komplett überarbeitete Fassung des 1921 gedrehten ersten Films über Wolfgang Amadeus Mozart wird kommende Woche im Metro gezeigt.
"Wir hatten vom Film nur ganz schlechtes Material", so Filmarchiv-Leiter Ernst Kieninger.
"Das muss gefeiert werden"
"Die Restaurierung des Mozart-Films muss gefeiert werden. 85 Prozent der Filme von Beginn des 20. Jahrhunderts sind verloren gegangen. Es ist daher wichtig, dass man den ersten Mozart-Film retten konnte", sagte Jose Pantieri, Besitzer, Sammler und Museumsdirektor des Internationalen Kinomuseums von Rom.

Der 1921 gedrehte Streifen "Mozart: Leben, Lieben und Leiden" des Regisseurs Otto Kreisler war dem Filmarchiv im Vorjahr vom Kinomuseum übergeben worden. Während sich in Wien nur ein kleines Fragment des Streifens erhalten hat, war im Römischen Kinomuseum eine fast vollständige italienische Verleihkopie erhalten geblieben. "Wir hatten vom Film nur ganz schlechtes Material", so Filmarchiv-Leiter Ernst Kieninger.
Mozart: Leben, Lieben und Leiden (Bild: Filmarchiv Austria)
Die Filmmusik wurde von historischen Schellack-Aufnahmen eingespielt.
Bild für Bild digital bearbeitet
Jedes Einzelbild des rund 40-minütigen Films musste einzeln restauriert werden. Die Filmmusik wurde mit historischen Schellack-Aufnahmen von Mozart gestaltet.

Neben den Bildern musste auch die aus den 20er-Jahren stammende Musik digital überarbeitet werden. Die komplett digital gestützte Restaurierung dauerte mehrere Monate.
"Mozart: Leben, Lieben und Leiden"
Regisseur Otto Kreisler drehte "Mozart: Leben, Lieben und Leiden" im Jahr 1921. Die Hauptrolle in dem österreichischen Stummfilm spielt Josef Zetenius, Paul Gerhard ist als Mozarts Vater zu sehen.
Direktor des Römischen Kinomuseums kommt möglicherweise zur Aufführung.
Römisches Kinomuseum nach Wien?
Gezeigt wird der Film am kommenden Mittwoch, den 23. Mai, um 21.00 Uhr im Wiener Metro-Kino. Eine telefonische Anmeldung ist laut Website des Filmarchivs unbedingt erforderlich.

Ob auch Pantieri zur Aufführung kommen wird, steht noch nicht fest. Sein Besuch wäre aber besonders interessant. Sein Kinomuseum wurde vor Monaten aus seinem Hauptquartier in Rom delogiert. Seitdem hatte es immer wieder geheißen, Pantieri wolle die umfangreiche Sammlung dem Filmarchiv schenken.
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