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MI | 11.04.2012
U-Bahn (Bild: ORF)
U-Bahn-Ausbau
Kein Geld für U1 nach Rothneusiedl?
"Nur" 1,5 statt zwei Milliarden Euro dürften Wien für die nächste Stufe des U-Bahn-Ausbaus zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass sich die U1-Verlängerung nach Rothneusiedl möglicherweise zumindest verzögert.
Noch ist nichts fix, sagt die SPÖ.
Rathaus: Alles noch in Schwebe
Auf der Strecke bleiben oder zumindest zeitlich verzögert werden könnte vorerst die geplante Verlängerung der U1 in das Stadterweiterungsgebiet Rothneusiedl. Denn laut Finanzministerium gilt die Verlängerung der U4 nach Auhof und der U2 zum Flugfeld Aspern als fix. Auch die Verlängerung der U6 in den Süden, möglicherweise auch eine Zusammenführung mit der Badner Bahn, soll es laut Ministerium geben.

Laut SPÖ-Stadtregierung ist alles noch in Schwebe. Noch vor den Sommerferien solle die Entscheidung über die U1-Verlängerung fallen.
ÖVP will Stadion woanders bauen, die Grünen andere Projekte vorziehen.
Jubel bei ÖVP und Grünen
Für ÖVP und Grüne ist damit der Bau von Stadion und Einkaufszentrum von Magna-Chef Frank Stronach gestorben. Grünen Verkehrssprecher Christoph Chorherr freut das. Ihm erscheint es vernünftig, andere U-Bahn-Projekte vorzuziehen.

Jubel auch beim Planungssprecher der ÖVP, Alfred Hoch. Er rät dazu, nun andere Standorte für das Austria-Stadion zu suchen, etwa am Areal des künftigen Hauptbahnhofs.
Magna will Stadion nur in Rothneusiedl, die FPÖ hält an der U1-Verlängerung fest.
Magna und FPÖ weniger erfreut
Sponsor Magna sieht das freilich anders. Man will das Stadion nur in Rothneusiedl bauen, ebenso wie das Einkaufszentrum. Und das wolle man nicht allein von der U1-Anbindung abhängig machen, hieß es.

Die Wiener FPÖ hält indes an der U1-Verlängerung fest. Alles andere, so Planungssprecher Herbert Madejski, wäre ein Skandal.
1,5 Milliarden für U-Bahn-Ausbau.
1,5 statt zwei Milliarden für Ausbau
Hintergrund ist, dass die Stadt Wien offenbar nicht die gewünschten zwei Milliarden Euro für alle U-Bahn-Ausbau-Projekte bekommt, sondern nur 1,5 Milliarden.

Zwar dürfte sich Wien in Sachen Finanzierung mit dem Bund geeinigt haben und den alten 50:50-Finanzierungsschlüssel beibehalten können. Die 1,5 Mrd. dürften aber nicht ausreichen, um alle geplanten Projekte zu verwirklichen.
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