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MO | 13.02.2012
Georg Danzer verstorben (Bild: www.gib-mir-musik.at /  Dietmar Lipkovich)
Reaktionen
Trauer um Georg Danzer
Es zerreiße ihn. Nicht nur Rainhard Fendrich ist tief betroffen vom Tod Georg Danzers. Viele Musiker, Politiker und Freunde reagierten bestürzt. Die Stadt Wien stellt ein Ehrengrab zur Verfügung.
Laut Fendrichs Management ist nicht klar, ob Fendrich auf dem Donauinselfest statt Danzer singen kann.
Fendrich: "Wie ein Bruder"
Es zerreiße ihn, er brauche jetzt eine Trauerzeit. Georg sei wie ein Bruder für ihn gewesen, sagte Fendrich in seiner ersten Reaktion.

Fendrich ist am Freitag nach Wien geflogen, um am Samstag an Stelle von Danzer beim Donauinselfest aufzutreten. Derzeit, so Fendrichs Managerin, sei aber nicht klar, ob er es schafft, dieses Konzert zu geben.
Eine der "gebildetsten und intelligentesten Erscheinungen im Austropop"
Prokopetz: "schnörkelloser Poet"
Der Musiker und Kabarettist Joesi Prokopetz bezeichnete den verstorbenen Georg Danzer als eine der "gebildetsten und intelligentesten Erscheinungen im Austropop". Prokopetz, der erst durch eine Medienanfrage am Freitagnachmittag vom Tod Danzers erfahren hat, ziehe seinen Hut, dass Danzer "post mortem keine große Show abziehen wollte. Das passt zu ihm, das ist Georg".
"Ich bin zwar eigentlich ein Mann der Worte, aber jetzt fehlen sie mir."
Schiffkowitz: "Absolut fassungslos"
"Absolut fassungslos" ist Helmut Röhrling alias Schiffkowitz von STS. "Das reißt ein riesiges Loch in mein Herz", so Schiffkowitz mit tränenerstickter Stimme zur APA. Er habe gewusst, dass Danzer nach der zweiten Chemotherapie geschwächt gewesen sei. Ein geplantes Treffen vor zwei Wochen habe kurzfristig abgesagt werden müssen. Dass es nun so schnell ging, hinterlässt den Musiker ratlos. "Ich bin zwar eigentlich ein Mann der Worte, aber jetzt fehlen sie mir."
Management trauert
"In tiefer Trauer gibt die Phoebus Music Group bekannt, dass Georg Danzer am 21.6.2007 im Kreise seiner Familie verstorben ist. Die Einäscherung fand heute (Freitag, Anm.) im Kreis seiner Familie statt", hieß es im offiziellen Statement des Managers Franz Christian Schwarz. Danzer habe sich das ausdrücklich so gewünscht.

Danzer habe weiters verfügt, dass sein Tod erst nach der Einäscherung bekannt gegeben werde. Schwarz dankte denjenigen Medien, die sich "nicht an den Spekulationen beteiligt haben".
Am späten Abend auf allen Bühnen.
Gedenkminute auf dem Donauinselfest
Des Todes von Georg Danzer wird auch auf dem 24. Wiener Donauinselfest gedacht: Am späten Freitagabend wird es auf allen Bühnen zu einer Gedenkminute für den am Donnerstag verstorbenen Austropopper kommen. Das kündigte der Festorganisator, SPÖ-Landesgeneralsekretär Harry Kopietz, an.
Auftritte von Austria 3 als "legendäre Ereignisse".
Gusenbauer: "Unvergessliche Lieder"
"Viele seiner Lieder werden einer ganzen Generation unvergesslich bleiben", so Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ). "Beeindruckend waren seine Bühnenauftritte. Berührend, hintergründig, humorvoll und ehrlich seine Texte und eindringlich seine Musik." Die gemeinsamen Auftritte mit Rainhard Fendrich und Wolfgang Ambros als Austria 3 seien legendäre Ereignisse gewesen.
"Teil der österreichischen Nachkriegsgeschichte".
Schmied: "Prägender Musiker"
"Danzer war prägender Musiker und Identifikationsfigur für die österreichische Musik der letzten Jahrzehnte. Seine Lieder und er selbst sind Teil der österreichischen Nachkriegsgeschichte und des Lebens vieler Menschen in diesem Land", sagte Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) zum Tod Danzers.
"Selbstverständlich" stellt die Stadt Wien Georg Danzer ein Ehrengrab zur Verfügung.
Mailath-Pokorny: "Säule des Austropop"
"Georg Danzer war eine der Säulen des Austropop", reagierte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) tief betroffen auf den Tod des Sängers. "Er war ein großer authentischer Künstler, der es mit seiner Musik geschafft hat, ein breites Publikum anzusprechen. Georg Danzer setzte seine Popularität auch dafür ein, aktiv gegen soziale Ausgrenzung Position zu beziehen. Selbstverständlich stellt die Stadt Wien Georg Danzer ein Ehrengrab zur Verfügung."
Im Wiener Cafe Hawelka wurde 1975 das Video zur Austropop-Hymne "Jö schau" gedreht.
Hawelka: "Das ist schlimm"
"Das ist schlimm", sagte der Enkel des legendären Betreiberehepaars, Amir Hawelka. "Durch sein Lied sind wir national berühmt geworden." Eine von Danzer signierte Zeichnung des "Nackerten", die an einer Wand des Kaffeehauses hängt, werde nun wohl zur Gedenktafel werden, meinte der Juniorchef.

Im Wiener Cafe Hawelka wurde 1975 das Video zur Austropop-Hymne "Jö schau" gedreht.
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