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Medien |
02.07.2007 |
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Politiker als unfreiwillige Werbestars
Politiker auf Werbeplakaten: Darüber ist eine neue Diskussion entbrannt. Denn Politiker wie Michael Häupl (SPÖ), Erwin Pröll (ÖVP) und Jörg Haider (BZÖ) sind derzeit Werbeträger für die "Kronen Zeitung" - ohne gefragt worden zu sein.
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Auch Ex-Politiker wie Karl-Heinz Grasser wurden für die Kampagne herangezogen. |
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Personen des öffentlichen Lebens
Bei den Werbesujets handelt es sich um Fotomontagen, "die Politiker wurden nicht gefragt", hieß es dazu von der zuständigen Werbeagentur Lowe GGK.
Für Politiker als Personen des öffentlichen Lebens würde ein anderes Persönlichkeitsrecht gelten als für den "Normalbürger" - wie etwa die weiteren "Krone"-Werber Karl-Heinz Grasser, Helmut Zilk und Andreas Goldberger.
Die Politiker müssten deshalb von einer solchen Kampagne nicht informiert werden, ist man bei Lowe GGK überzeugt.
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Bei Werbung handle es sich um Missbrauch der Persönlichkeitsrechte, so ein Experte. |
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Medienanwalt: Klage hätte Erfolg
Anders sieht das der Medienanwalt Michael Pilz, der betont, dass auch Politiker Anspruch auf den Schutz ihres Bildes haben, wenn durch die Verwendung "berechtigte Interessen verletzt" werden.
"Die Verwendung für Werbezwecke ist ein klassischer Missbrauch", sagte Pilz. Das Recht auf das eigene Bild gelte in diesem Fall auch, wenn - wie bei der "Krone"-Kampagne - das Gesicht nicht vollständig abgebildet ist. "Bei allen Sujets ist deutlich zu erkennen, wer sich hinter der Zeitung versteckt", so Pilz.
Würden die abgebildeten Politiker gegen ihre unfreiwilligen Werbeaktivitäten Klage einreichen, hätten sie laut Medienanwalt große Aussicht auf Erfolg.
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Haider schon aktiv geworden
Der Kärntner Landeshauptmann Haider fordert mittlerweile von mindestens einer Zeitung eine Gegendarstellung, weil sie ihm unterstellt hat, sich mit der Behauptung, die "Krone" sei die "beste Zeitung des Landes", zu identifizieren.
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Schüssel warb ungefragt für WM-Burger
Dass Politiker ohne ihr Wissen zu Werbeträgern werden, ist nichts Neues. Im Vorjahr strahlte etwa der damalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) auf McDonald's-Plakaten, wo er mit rot-weiß-rotem Schal und bemalten Wangen für einen WM-Burger warb.
Das bekannteste Urteil im Zusammenhang mit verletzten Bildrechten erging vor etwa zehn Jahren in der Causa "Des Kaisers neue Kleider". Damals hatte das "profil" eine Fotomontage eines nackten Männerkörpers mit dem Kopf des damaligen Bundeskanzlers Franz Vranitzky abgebildet. Der Oberste Gerichtshof entschied, dass das Magazin den "Bildnisschutz des Urheberrechtsgesetzes" verletzt hatte.
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ORF.at
Unter aktiven Politikern scheint es plötzlich Mode zu sein, von Plakatwänden zu lächeln und in Werbeprospekten Produkte zu loben. Kritiker zeigen sich empört.
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