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DI | 14.02.2012
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Innenstadt
Plastikpatscherln statt Hufeisen für Fiaker
Die Diskussion über die Straßenschäden durch Fiakerpferde in der Innenstadt geht in die nächste Runde: Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (ÖVP) will Kunststoffbeschläge für die Hufe testen lassen. Die Skepsis ist groß.
Weniger Schäden, besser für das Pferd?
Stenzel ist von den Vorteilen der Kunststoffbeläge überzeugt: Diese sollen angeblich weniger Straßenschäden verursachen und auch besser für das Pferd sein. Diverse Hersteller behaupten sogar, dass die Gelenke der Pferde dadurch geschont würden.

Grund genug für Stenzel, möglichst rasch einen ersten Testdurchlauf zu starten.
Haltbarkeit ist fraglich, eine endgültige Bewertung wollen die Experten aber noch nicht abgeben.
Seit 3.000 Jahren im Einsatz
Doch sowohl die Fiakerinnung als auch der Wiener Amtstierarzt Walter Reisp sind sehr skeptisch. Es geht vor allem darum, dass die Plastikpatschen nur halb so lang halten wie das metallene Hufeisen.

Das Huf wachse nur sehr langsam nach, wenn der Nagel aber ständig herausgezogen werden müsse, dann sei das eine zusätzliche Belastung, so Reisp.

Amtstierarzt Reisp und die Fiakerinnung wollen sich aber die Kunststoffbeschläge genau ansehen, bevor sie eine endgültige Bewertung abgeben. Der Tenor der Fiaker lautet dennoch, dass es seit 3.000 Jahren nichts Besseres für das Pferd gibt als das Hufeisen.
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