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MO | 13.02.2012
Mädchen trinkt Wasser aus der Leitung (Bild: APA)
Umwelt
Wiener Leitungswasser gut gekühlt
30 Grad und mehr sollen es in den nächsten Tagen werden. Abkühlung bietet da auch das Wiener Wasser, das selbst bei hohen Temperaturen mit erfrischenden zehn Grad aus den Wasserhähnen fließt.
In anderen Hauptstädten ist das Trinkwasser sogar doppelt so warm.
In London fast schon Teewasser
Nicht nur von der Qualität her überzeugt das aus der Steiermark und Niederösterreich kommende Wiener Wasser. Den im Gebirge liegenden Hochquellen ist es zu verdanken, dass das Wasser selbst bei der größten Hitze mit nicht mehr als zehn Grad aus der Leitung sprudelt. Zum Vergleich: In London und Paris erreicht das Trinkwasser im Sommer Temperaturen bis zu 20 Grad.
36 Stunden dauert die Reise des Wassers nach Wien.
Zwei Grad Erwärmung auf 180 Kilometer
Sechs Grad hat das Wasser, wenn es etwa beim Hochschwab in der Steiermark seine Reise nach Wien antritt. 36 Stunden und 180 Kilometer später kommt das Wasser mit acht Grad in Wien an. Die unterirdisch verlaufenden Leitungen verhindern im Sommer wie im Winter, dass sich das Wasser um mehr als zwei Grad erwärmt.
Temperaturunterschiede in den Bezirken.
In Liesing kälter als in Floridsdorf
Auf seinem Weg durch die Wiener Bezirke erwärmt sich das Wasser zwar noch weiter, doch überschreitet es nie eine Temperatur von zehn Grad. Dennoch ist es in Floridsdorf und der Donaustadt wegen der längeren Fließzeit um ein bis zwei Grad wärmer als etwa in Liesing oder Favoriten.

Unerheblich für die Temperatur des Leitungswassers ist übrigens das Alter des Hauses. Im Altbau und im Neubau erwärmt sich Wasser gleich schnell. Entscheidend ist nur, ob bei Mehrfamilienhäusern ein Nachbar kurz zuvor Wasser verwendet hat oder ob man als erster den Wasserhahn aufdreht.
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