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DO | 23.02.2012
Abkühlung mit Eiswürfeln (Bild: APA)
Chronik
Mit Anorak und Handschuhen in der Arbeit
Seit 109 Jahren sind sie für die Kühlung von Lebensmitteln in Wien verantworlich: In den Vereinigten Eisfabriken wird auch bei sommerlicher Hitze nicht auf Anorak und Handschuhe verzichtet.
Eisfabrik (Bild: APA)
Dicke Schutzkleidung schützt vor Kälte in den Kühlhallen der Eisfabrik.
Kältester Arbeitsplatz in Wien
Eisige Temperaturen trotz Sommerhitze: In den Kühlhallen der Vereinigten Eisfabriken herrschen das ganze Jahr über 21 Grad minus. Mitarbeiter der Eisfabrik greifen selbst im Sommer gerne zum Anorak. Auch das Atmen fällt bei diesen Temperaturen schwer.

Das Hauptgeschäft besteht in der Lagerung von Waren. Rund 4.000 Paletten Speiseeis a 700 Kilogramm stehen derzeit in der Brigittenau zur Auslieferung bereit. Neben Tiefkühlkost füllen Pharmaartikel die Kühlregale der Fabrik.

Eis, so weit das Auge reicht: In der Eisfabrik wird säckeweise "Crushed Ice" für die Gastronomie hergestellt. Auch Eisblöcke werden produziert, die Künstler in Eisskulpturen verwandeln.
Erhöhter Stromverbrauch bei Hitze
Rund sechs Millionen Kilowattstunden Strom werden pro Jahr von den Kühlhallen verschluckt. Das entspricht einem Stromverbrauch von 33.000 Kühlschränken. Gerade an heißen Tagen steigt der Verbauch. Aber auch die Auslastung der Lagerhallen hat Auswirkungen auf den Energiebedarf.
Vereinigte Eisfabriken werden 109 Jahre
Angefangen hat alles im Jahr 1898. Von der Erfindung der elektrischen Kühlschränke noch Jahrzehnte entfernt, belieferte die Eisfabrik Gastronomie und Fleischer mit Eisblöcken. Neben Natureis, das aus der Donau geschlagen wurde, wurde Kunsteis für die Kühlung der Waren hergestellt.

Mit dem Siegeszug des Kühlschranks hat die Eiserzeugung zur Kühlung von Lebensmitteln zwar an Bedeutung verloren, angesichts der tropischen Temperaturen aber sicher noch lange nicht ausgedient.
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