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MO | 13.02.2012
Panda (Bild: APA)
Schönbrunn
Pandanachwuchs: Es bleibt spannend
Seitdem sich die Pandas vor etwa drei Monaten in Schönbrunn gepaart hatten, hofft man im Tiergarten auf Nachwuchs. Derzeit laufen die Untersuchungen. Es ist aber noch unklar, ob das Weibchen trächtig ist.
Die Schönbrunner Pandas Yang Yang und Long Hui (Bild: APA)
Vier Mal paarten sich die beiden Pandas in Schönbrunn.
Ultraschall soll Aufschluss geben
Pandas gelten allgemein als "Sexmuffel", besonders erfreulich sei daher, dass im April Männchen Long Hui die Initiative ergriffen habe und es zur Paarung gekommen sei, erklärte Zoologin Regina Pfistermüller.

Jetzt stehen Untersuchungen an - mittels Ultraschall soll geklärt werden, ob die Panda-Dame tatsächlich trächtig ist. Denn erst, wenn man via Ultraschall den Herzschlag des Embryos erkennen kann, könne man von einer Schwangerschaft ausgehen, so die Zoologin. Neuerliche Ultraschalluntersuchungen sind deshalb wieder für nächste Woche geplant.
Pandas (Bild: Tiergarten Schönbrunn)
Diagnose kann dauern
Problematisch bei den Pandas ist weiters, dass die Weibchen oftmals nur scheinschwanger sind. Die Bärendamen legen dann Verhaltensweisen an den Tag, als ob sie schwanger wären, ohne es tatsächlich zu sein, erklärte Pfistermüller.

Im Zoo von San Diego konnte man zuletzt 92 Tage nach der Paarung, den Herzschlag eines Panda-Embryos erkennen, so Pfistermüller.
Männchen umgarnte dieses Jahr "seine Dame".
Chancen besser als im Vorjahr
Im Vorjahr sei das Weibchen ihrem Partner so lange nachgelaufen bis sich dieser gewissermaßen "erbarmt" habe. Der junge Pandabär dürfte aber im Vorjahr einfach noch nicht so weit gewesen sein.

In diesem Jahr drehte das Männchen den Spieß um und alles verlief wie bei einer normalen Paarung. Long Hui umgarnte seine Pandadame und versuchte immer in ihrer Nähe zu bleiben, so Pfistermüller.

Die Chancen auf Panda-Nachwuchs seien gegenüber dem Vorjahr wegen der Reife des Pandamännchens zumindest "theoretisch" besser, so die Zoologin. Künstlich nachbesamt wird bei den Pandabären in Schönbrunn nicht.
Symbolfoto: Panda Baby (Bild: APA) Die kleinsten Bärenjungen
Während sich in der Natur bis zu sechs Männchen um das Weibchen raufen und einige von ihnen erhört werden, muss Yang Yang in Schönbrunn mit ihrem "Lebensgefährten" vorlieb nehmen.

Pandajunge sind bei der Geburt haarlos und mit 100 Gramm, was etwa einer Tafel Schokolade entspricht, von allen Bären die kleinsten.

Die ersten Lebenstage werden in einer Höhle mit der Mutter verbracht, die danach ihr Kleines auf sehr menschliche Weise mit sich herumschleppt: Sie klemmt sich ihr Baby einfach unter den Arm.
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