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MI | 11.04.2012
Andrea Kdolsky (Bild: APA)
Menschen
Kdolsky bestätigt Scheidung und neue Liebe
Scheidung und neue Liebe: Damit hat Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) dieser Tage für Schlagzeilen gesorgt. Im "Frühstück bei mir" in Ö3 bestätigte Kdolsky beides und erzählte - einmalig, wie sie sagt - von ihrem Privatleben.
Familienministerin bestätigt Scheidung.
Familie nicht durch Spekulationen belasten
"Hab' das Gleichgewicht verloren und kann dennoch gerade stehen": Mit dieser Passage aus dem Rosenstolz-Hit "Ich bin ich" beschrieb die Familienministerin bei Claudia Stöckl die vergangenen Monate ihres Lebens und bestätigte damit die Gerüchte über die Scheidung von dem AKH-Unfallchirurgen Richard Kdolsky.

"Es ist das erste und einzige Mal, dass ich mein Privatleben kommentieren werde, denn ich will nicht, dass meine Familie durch Spekulationen leidet", so Kdolsky im Interview.
Molterer und Kdolsky bei einer Regierungsklausur (Bild: APA)
Zur Aussage "Die Ehe ist mir heilig" steht Kdolsky weiterhin.
Ministerjob nicht die Ursache
Auch zu ihrer vor ein paar Monaten in der Stadtzeitung "Falter" getätigten Aussage "Die Ehe ist mir heilig" nahm Kdolsky im Ö3-Interview Stellung. An dieser Einstellung habe sich nichts geändert, man müsse aber der Situation Rechnung tragen. Wenn nichts mehr da sei außer reiner Freundschaft, dann müsse man die Konsequenzen ziehen.

Aus der gemeinsamen Wohnung ist Kdolsky mittlerweile nach eigenen Angaben ausgezogen. "Natürlich hatte das einen bitteren Beigeschmack, aber ist auch ein Neuanfang", so die Familienministerin.

Eine "Erlaubnis", die Scheidung öffentlich zu machen, habe sie sich von Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) auf jeden Fall nicht geholt. Sie seien freundschaftlich verbunden und sie habe natürlich mit ihm darüber versprochen, "aber es wäre keine Freundschaft, hätte er mir Direktiven gegeben".
Kdolsky (Bild: APA)
Immer unterwegs und immer für ein Foto gut - Familien- und Gesundheitsministerin Kdolsky bei einer Hunde-Impfaktion.
Zurückhaltend gibt sich Kdolsky, was ihre neue Liebe betrifft.
Neuer Partner ja, aber keinen Namen genannt
Ein heikles Thema ist das kolportierte neue Liebesglück der Familienministerin. Zuletzt hieß es, Philipp Ita - selbst noch verheiratet und ehemaliger Kabinettschef der verstorbenen Innenministerin Liese Prokop (ÖVP) - soll der eigentliche Scheidungsgrund sein.

Kdolsky dazu: "Ich habe einen neuen Partner. Aber aus Rücksicht auf die Situation werde ich sicher nicht sagen, wer es ist. Der Scheidungsgrund ist er auf jeden Fall nicht gewesen, die Trennung war ein langer und leidvoller Weg."

Mit ihrem neuen Partner sei sie aber nicht zusammengezogen, so Kdolsky. "Ich muss schon sagen, ich bin nicht unglücklich über neue Freiheiten, beispielsweise stundenlang in der Badewanne zu liegen."
Kdolsky glaubt nicht, dass ihre Glaubwürdigkeit als Familienministerin gelitten hat.
Dritte Heirat: "Sag niemals nie"
Die Kritik, dass ihre Glaubwürdigkeit als Familienministerin nach zwei gescheiterten Ehen gelitten habe, wollte Kdolsky nicht gelten lassen. Auch sie sei nur ein Mensch und habe um beide Ehen gekämpft. Letztendlich habe sie aber verloren, das sei nicht einfach gewesen.

Kdolskys Rat an Menschen in einer ähnlichen Situation: "Man muss Chancen festhalten. Ähnlich wie bei einem Luftballon können sie einem aber entgleiten. Manchmal kann man ihn noch einfangen, und manchmal ist er weg. Die eine Tür geht dann zu und eine andere wieder auf."

Eine dritte Heirat kommt derzeit für Kdolsky auf jeden Fall nicht in Frage. Doch gleichzeitig schränkte die Familienministerin ein: "Sag niemals nie."
Life Ball (Bild: Life Ball)
Kdolsky beim Life Ball.
Unkonventionelle Ministerin
Jus und Handelswissenschaften studierte Kdolsky ursprünglich, doch mit 24 Jahren kam die - wie sie im Interview sagte - "Erleuchtung", und sie sattelte auf Medizin um.

Von 2001 bis 2004 war die heute 44-Jährige dann Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin an der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie und danach Geschäftsführerin der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding.

Seit 11. Jänner 2007 ist die gebürtige Wienerin Gesundheits- und Familienministerin. Für Aufsehen sorgte Kdolsky bald nach ihrem Amtsantritt, als sie sich als "leidenschaftliche Schweinsbratenesserin" und "Gelegenheitsraucherin" "outete", bei einer Benefizveranstaltung der CliniClowns im Kostüm tanzend auftrat und sich beim diesjährigen Life Ball für den guten Zweck als Model zur Verfügung stellte.
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