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MO | 13.02.2012
Un_Space (Bild:Kozek Hörlonski)
Kunst
Auf der Suche nach "Unorten"
Beim "paraflows" Festival begeben sich Künstler und Publikum noch bis 23. September auf die Suche nach unsichtbaren Räumen. Im Gefechtsturm im Arenbergpark wurde der passende Ort dafür gefunden.
Un_Space (Bild: Grübl&Grübl)
Laserinstallation
Unorte im Flakturm erforschen
Zum zweiten Mal findet heuer das "paraflows 07" statt, ein Festival für digitale Kunst und Kulturen. Unter dem Title "Un_Space" wollen die Künstler Räume erforschen, besonders die unsichtbaren, unzugänglichen und immateriellen.

Ziel des Festivals ist es, sich zwischen der Linzer Ars Electronica und dem steirischen Herbst zu etablieren. Dabei stehen lokale Wiener Netz-Kulturen im Zentrum.

Das Thema der Raumerforschung legte es nahe, im MAK-Gegenwartskunstdepot im Arenbergpark den Gefechtsturm zu erkunden. Dort kann man sich, abgeschirmt durch meterdicke Mauern, auf die Suche nach den Unorten begeben.
36 Positionen zu Medien-und Netzkunst.
Installationen, Fotos und Videos
Die "Space Pills", die man am Eingang schlucken soll, sollen die Besucher für die Installationen im Flakturm sensibilisieren. Die Künstler arbeiten mit neuester Technik genauso wie mit Papier und Maßbändern.

Insgesamt werden 36 Positionen zu Medien- und Netzkunst geboten, unter anderem der "Zermesser" von Leo Peschtas, eine riesige, roboterartige Maschine, die sich langsam durch die Gänge bewegt und dabei den Raum um sich abtastet.

"4816" ist der Titel eines Online-Projektes, das Fotos von Koordinatenschnittpunkten in Wien in insgesamt 170 Ausdrucken präsentiert.
Un_Space (Bild:Jacob Kirkegaard)
Un_Space (Bild:Evamaria Trischak) Vom Meer in den Steinbruch
Weiterer Programmpunkt des Festivals ist das Symposium "Grenzflächen des Meeres", von 14. bis 15. September. Dabei wird das Meer als Metapher für die Medientheorie genommen, genauso wie es selbst Medium ist.

Beim "MetaSpace" im Diskurslab, das von 18. bis 21. September stattfindet, sollen durch Vorträge und Workshops die Zuschauer ihre Zugänge zu digitaler Kunst finden. Vortragender ist unter anderem Emmanuel Goldstein, einer der weltbekanntesten Hacker.

Zum Abschluss des Festivals wird von 22. bis 23. September zur Stadtflucht in das Bildhauersymposium Lindabrunn in Niederösterreich geladen. Der Raum des Steinbruchs wird von Besuchern und Künstlern erforscht und bewohnt.
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