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SO | 12.02.2012
"Romeo und Julia" (Bild: APA)
kultur
Buhrufe für Hartmanns "Romeo und Julia"
Im Burgtheater die Neuinszenierung von "Romeo und Julia" unter der Regie von Sebastian Hartmann über die Bühne gegangen. Das Ende war noch trauriger als erwartet: Buh-Rufe erklangen, manche Besucher waren verärgert.
"Skandalöser Mangel an Kreativität", ärgerte sich ein Zuschauer.
Julia spielt Julia
Der deutsche Regisseur Sebastian Hartmann inszenierte Shakespeares "Romeo und Julia", seine 22-jährige Halbschwester Julia Hartmann mimte die Julia - und gab damit ihr Debüt an der Burg. Sven Dolinskis spielte den Romeo. "Es war eine eigenartige Persiflage - es kam nichts rüber", kritisierte eine Zuseherin.

Ein anderer Burg-Besucher schnaubte verärgert: "Wenn man sich anmaßt, ein Theaterstück so zu verändern und zu zertrümmern, hat man eine Präpotenz, die ein skandalöser Mangel an Kreativität ist. Wenn man dann auch noch Schauspieler verwendet, die eigentlich in die Schauspielschule gehen sollten, ist das zu viel."
"Romeo und Julia" (Bild: APA)
Mit lauten Buhrufen für die Regie endete die Premiere von "Romeo und Julia in der Burg". Der Applaus für die Darsteller war dagegen zwar kurz, aber dafür teilweise sehr euphorisch.
Blutiges Schlachtfeld, Videos mit Geistern
Im imposanten Bühnenbild von Jürgen Bäckmann rasten Hartmanns Darsteller oft hysterisch und konturlos umher, ehe Hartmann nach der Pause den fünften Aufzug in ein blutiges Schlachtfeld verwandelte und die Geister von Romeo und Julia per Videoeinspielung Hand in Hand in einer Menschenmenge verschwinden ließ.
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