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MO | 13.02.2012
Black Women Congress (Bild:www.blackwomencenter.org)
Kongress
Schwarze-Frauen-Kongress in Wien
Der erste "European Women's Congress" hat am Donnerstag in Wien begonnen. In dem von der EU ausgerufenen "Jahr der Chancengleichheit für Alle" sollen schwarze Frauen aus ganz Europa vernetzt und deren Situation verbessert werden.
Strategien für die Zukunft werden entwickelt.
Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung
Schwarze Frauen gehören in Österreich, wie auch im Rest der EU, zu einer ethnischen Minderheit und sind daher in ihrem Alltag immer wieder mit Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung konfrontiert. Daher will dieser Kongress eine Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen bieten, um Netzwerke und Allianzen bilden zu können.

"Wir wollen Strategien für die Zukunft entwickeln, um die Chancengleichheit von schwarzen Menschen zu gewährleisten", erzählte Beatrice Achaleke, Obfrau des Vereins AFRA (International Center for Black Women's Perspectives), der dieses Treffen initiiert und organisiert hat.
Identität, Arbeitsmarkt, die Situation von schwarzen Kindern sind Themen.
"Wiener Deklaration" wird verabschiedet
Diese Strategien sollen sowohl auf der Ebene der Nationalstaaten als auch auf EU-Ebene erarbeitet werden. Am Ende des Kongresses wird eine "Wiener Deklaration" verabschiedet, die ein Fahrplan für die Arbeit der nächsten Jahre ist.

Die wichtigsten Themen der Konferenz sind Identität und (Self-)Empowerment, die Situation schwarzer Kinder und Jugendliche, Qualifikation und der Zutritt zum Arbeitsmarkt, psychosoziale Gesundheit und Formen politischer Partizipation.
Stadt Wien unterstützt Kampf gegen Vorurteile
Jugendliche als Praktikanten bei Stadt Wien
Auch Integrationsstadträdtin Sandra Frauenberger (SPÖ) sieht die Notwendigkeit, gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung vorzugehen. Daher will die Stadt Wien, die den Kongress fördert, auch heuer wieder schwarze Burschen und Mädchen einladen, sich bei der Stadt Wien als Praktikanten zu bewerben.

"Gerade Schwarze Frauen und Mädchen leben häufig isoliert voneinander, sind jedoch mit ähnlichen Problemen konfrontiert: So sind sie von ihrer Migrationsgeschichte - der Flucht
vor Krieg, Folter, Verfolgung- oftmals sehr stark belastet", so Frauenberger.
Erstes EU-weites Treffen.
Teilnehmerinnen aus 16 EU-Staaten
Unter der Schirmherrschaft von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) treffen 85 Teilnehmerinnen aus 16 verschiedenen Ländern der EU in Wien aufeinander. Sie engagieren sich in den verschiedensten Bereichen, ob in NGOs oder als Künstlerinnen.

"Das ist ein historischer Moment für uns", erzählt Achaleke, "da dieses Treffen zum ersten Mal statt findet". Auf lange Sicht soll bei einem nächsten Treffen ein EU-weites Netzwerk von und für schwarze Frauen entstehen.
Louise Prinz (Bild: Louise Prinz)
Gemälde von Louise Prinz
Louise Prinz (Bild: Louise Prinz)
Louise Prinz
Ausstellung von Louise Prinz
Parallel zum Kongress findet eine Ausstellung mit Werken der kenyanischen Künstlerin Louise Prinz statt. Sie studierte in England und lebt seit sieben Jahren in Wien. Für die Konferenz beschäftigte sie sich mit der Situation schwarzer Frauen in Europa.

Die Ausstellung ist während des Kongresses zu sehen.
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