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SO | 12.02.2012
Schwarzkappler (Bild: ORF)
verkehr
Kontrolleure dürfen Schwarzfahrer festhalten
Schluss mit lustig für Schwarzfahrer: Nach einem Beschluss des Obersten Gerichtshofs (OGH) dürfen Kontrolleure sie in den öffentlichen Verkehrsmitteln doch anhalten. Mitarbeiter der Wiener Linien sollen nun geschult werden.
Bisher war Anhalten verboten.
"Angemessene Gewalt" erlaubt
Bisher haben sich Schwarzfahrer in Wien in Sicherheit gewogen. Standen sie einem Schwarzkappler gegenüber, blieb immer noch die Flucht - der Kontrolleur durfte sie nicht festhalten.

Dem bereitet das OGH-Urteil ein Ende. Laut OGH hat der Kontrolleur das private Selbsthilferecht, den Schwarzfahrer anzuhalten und die Polizei zu rufen. Er darf "angemessene Gewalt" anwenden, wie es heißt.
160.000 Schwarzfahrer voriges Jahr
Bei den Wiener Linien will man, sobald das OGH-Urteil übermittelt wird, die Mitarbeiter entsprechend schulen. Im vergangenen Jahr wurden knapp 160.000 Schwarzfahrer in Wien erwischt.

Generell habe man positive Erfahrungen mit ihnen gemacht: Die allerwenigsten versuchen wegzulaufen, die meisten zeigen sich kooperativ. Wer beim Schwarzfahren erischt wird, zahlt bei den Wiener Linien 70 Euro Strafe.
Vorfall in Linz
Der Entscheidung war ein Fall vorausgegangen, bei dem in Linz Kontrolleure von einem Schwarzfahrer tätlich angegriffen wurden. Der Vorfall landete beim Oberlandesgericht Linz und schließlich beim OGH.
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