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SO | 12.02.2012
Eingang Billa-Filiale (Bild: Billa Österreich)
Einkaufen
Billa bleibt am 8. Dezember geschlossen
Am 8. Dezember bleiben heuer die mehr als 1.000 Billa-Märkte in Österreich geschlossen. Der REWE-Konzern gibt seinen Billa-Mitarbeitern frei. Begrüßt wird diese Entscheidung von Kardinal Christoph Schönborn.
Nach langjähriger Diskussion über das Einkaufen am 8. Dezember bleibt Billa heuer zu.
Mitarbeitern einen freien Tag schenken
Begründet wird der Schritt vom Unternehmen damit, dass der Vorbereitungsstress in der Vorweihnachtszeit immer größer werde.

"Es scheint, als gäbe es immer weniger Zeit für uns selbst, unsere Kinder, unsere Freunde und unsere Familien. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, heuer am 8. Dezember nicht aufzusperren und diesen Tag unseren Mitarbeitern zu ihrer freien Verfügung zu stellen", sagte Billa-Vorstandssprecher Volker Hornsteiner.

REWE-Austria-Sprecherin Corinna Tinkler betonte, es gebe keine betriebswirtschaftlichen Gründe für diese Entscheidung. Man wollte "ein Zeichen setzen" und den Mitarbeitern einen freien Tag schenken. Erste Reaktionen der Belegschaft fielen sehr positiv aus.
Andere REWE-Geschäfte bleiben geöffnet
Allerdings können die Kunden innerhalb der REWE-Gruppe auf die Märkte von Merkur, Bipa und Penny ausweichen, die am Marienfeiertag offen haben werden. Von den insgesamt 32.000 Beschäftigten bei REWE Austria entfallen 16.600 auf Billa.
Schönborn: "Ein Zeichen der Hoffnung"
Kardinal Schönborn freut sich über diesen Schritt: "Es gibt immer wieder Zeichen, die Hoffnung machen. Der Entschluss der größten Supermarktkette Österreichs, am Marienfeiertag - heuer noch dazu ein Samstag - nicht offen zu halten, gehört zu diesen 'Zeichen der Hoffnung'." Er hoffe, dass dieses Beispiel Schule machen werde.
"Willkommener Ausgleich für Angestellte", so Wolfgang Katzian.
GPA wertet es als Erfolg des Betriebsrates
Die Entscheidung der Billa-Geschäftsführung, die Filialen am 8. Dezember nicht zu öffnen, sei ein großer Erfolg des Betriebsrates für die Interessen der Beschäftigten, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Wolfgang Katzian.

Gerade in einem Monat, wo den Angestellten im Weihnachtsgeschäft hohe Arbeitsleistung und Einsatzbereitschaft abverlangt wird, sei dieser freie Samstag, welcher der Familie und privaten Aktivitäten gewidmet werden kann, ein willkommener Ausgleich.
Lob von Staatssekretärin Marek
Als "wertvolles Zeichen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Handel" sieht es Staatssekretärin Christine Marek (ÖVP). Die Entscheidung der Handelskette komme damit vor allem Frauen zugute und sei eine "besondere Anerkennung für die Leistungen, die über das ganze Jahr von den Handelsangestellten erbracht werden".

Gerade in der Vorweihnachtszeit stünden Handelsangestellte besonders unter Druck, und die Zeit für die eigene Familie und Freunde sei sehr begrenzt, so Marek.
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