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Otto-Wagner-Spital |
17.12.2007 |
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Neuer Vorwurf: Alarmglocken fehlen teilweise
Nach Bekanntwerden möglicher Missstände am Otto-Wagner-Spital erhebt der Verein für Patientenanwaltschaft neue Vorwürfe. Bei Akutbetten würden Alarmglocken fehlen. Das könnte fixierte Patienten in eine missliche Lage bringen.
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Umbauarbeiten im Laufen?
Immer wieder komme der Vorwurf von Patienten, dass sie ans Bett fixiert oder ins Netzbett gesperrt wurden und keine Alarmglocke greifbar gewesen sei, bestätigte die Leiterin des Vereines für Patientenanwaltschaft, Elke Beermann. Das hätte man auch schon oft beim Krankenanstaltenverbund (KAV) vorgebracht. Es sei eine zentrale Frage, wie sich diese Menschen bemerkbar machen könnten.
Mittlerweile wurden bei Umbauten in einigen Pavillons Alarmglocken angebracht, aber es gebe noch Akutbetten ohne diese Vorrichtung, vor allem im alten Pavillon.
Der KAV wies diese neuen Vorwürfe zurück. Jedes Bett verfüge demnach über so eine Glocke.
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KAV-Hotline: (01) 40409-70970
KAV-Direktorin Susanne Herbeck versicherte unterdessen am Montag, dass im Otto-Wagner-Spital die gesetzlichen Regelungen eingehalten worden sind.
Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) richtete zudem eine Hotline ein, bei der sich Betroffene oder Angehörige von Betroffenen melden können. Unter der Wiener Telefonnummer 40409-70970 werden alle Anrufe entgegengenommen.
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Patienten und Angehörige sollen rasch aufgeklärt werden. |
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Konkrete Informationen fehlen
Dass Patienten im eigenen Urin liegen bleiben, wie eine anonyme Patientin dem Spital vorwirft, ist für Herbeck unvorstellbar: "Es ist halt ein Problem, wenn Patienten so wie gestern (Sonntag, Anm.) in dem Fernsehbeitrag sich nicht identifizieren und uns keine konkreten Informationen geben, weil wir können allgemeinen Vorwürfen schlicht nicht nachgehen."
Der KAV ist bemüht, die Verunsicherung unter Patienten und Angehörigen aufzuklären. Seit Montagfrüh gibt es eine Hotline. Herbeck will jedem einzelnen Vorwurf nachgehen.
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Freiheitsbeschränkung "so kurz wie möglich". |
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"Genauestens dokumentiert"
Zwei Fachärzte müssten entscheiden, ob ein Patient aus Sicherheitsgründen fixiert werden muss. Alle Maßnahmen müssten auch genau dokumentiert werden und würden von der Patientenanwaltschaft täglich kontrolliert. Herbeck: "Es wird genauestens dokumentiert, wie lange eine derartige Freiheitsbeschränkung stattfindet, und sie ist natürlich so kurz wie nur möglich."
Ist ein Patient fixiert, wird er ständig überwacht. "Es werden engmaschig sowohl die Vital-Parameter kontrolliert, aber natürlich auch, ob jemand etwas trinken möchte, oder auf die Toilette muss oder Ähnliches", sagte Herbeck gegenüber Radio Wien.
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SPÖ: "Keinerlei Hinweise auf Verfehlungen". |
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Heftige politische Reaktionen
Die Wiener SPÖ betonte am Montag erneut, dass es "keinerlei Hinweise darauf gibt, dass die Anschuldigungen berechtigt sind". Bei einer unangekündigten Begehung nach Bekanntwerden der Vorwürfe habe man keine Anhaltspunkte für die Vorwürfe gefunden.
Scharfe Kritik gab es daraufhin von der ÖVP und den Grünen. Die "Vogel-Strauß-Politik" der Gesundheitsstadträtin sei inakzeptabel, hieß es in einer Aussendung der ÖVP. Freiheitsentziehende Maßnahmen dürften nur unter der ständigen Betreuung durch Pflegepersonal passieren.
Auch für die Grünen sind die Dementis des Krankenanstaltenverbunds voreilig. "Die nun erhobenen Vorwürfe dürfen nicht abgetan werden, nur weil sie anonym erhoben worden sind", hieß es. Gefordert wurde die Einrichtung einer weisungsunabhängigen Behörde, die allen Vorwürfen zur Korruption oder zu Versorgungsmissständen nachgehe.
Die FPÖ zeigte sich hingegen überzeugt, dass es einen Personalnotstand im Krankenhausbereich gebe. Die angeblichen Vorfälle dürfen auf keinen Fall einfach kleingeredet werden und bedürfen einer genauesten Überprüfung.
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wien.ORF.at; 17.12.07
Was ist dran an den erschütternden Vorwürfen, die Patienten über "unmenschliche Zustände" am Otto-Wagner-Spital erheben? Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) bezieht keine Stellung - und sieht auch keinen Personalnotstand
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wien.ORF.at; 16.12.07
Nach den Vorwürfen gegen die Akutpsychiatrie im Otto-Wagner-Spital hat eine Patientin in "Wien heute" ihre Erfahrungen geschildert. Ihr sei im Jahr 2005 Ähnliches passiert, sie habe sich aber "gedacht, das gehört so".
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wien.ORF.at
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