|
|
 |
 |
Buch |
17.12.2007 |
|
|
|
|
Kdolsky sammelte Schweinsbraten-Rezepte
Zugunsten des Wiener Hilfswerks hat Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) Promirezepte rund um den Schweinsbraten gesammelt. Für die Polit-Konkurrenz war ihre Präsentation nur schwer verdaulich.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
"Schweinische Rezepte" für den guten Zweck. |
|
|
|
Imagekampagne für Schweinefleisch
Der Schweinsbraten ist nicht nur die Lieblingsspeise der Gesundheitsministerin, viele Österreicher teilen diesen Geschmack. Gegen den schlechten Ruf des Schweines als Fettbombe trat Kdolsky zugleich auch bei der Buchpräsentation an.
Das Fleisch des Paarhufers sei nämlich nicht nur höchst schmackhaft, sondern auch voll von wertvollem Protein und anderen Nährstoffen und damit "auch für den figurbewussten Esser" durchaus geeignet, so Kdolsky.
Ex-Innenminister Ernst Strasser überraschte bei der Präsentation überhaupt gleich mit einem Schweine-Outing. "Heute ist für mich als Sohn eines Schweinezüchters Weihnachten und Ostern gemeinsam", meinte er.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Top oder Flop: Essen Sie Schweinsbraten?
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Mörwald testete Rezepte auf Praxistauglichkeit. |
|
|
|
Karlich, Polster & viele mehr mit dabei
Ihre schweinischen Geheimnisse werden auf jeden Fall von vielen Promis in dem Buch verraten. Barbara Karlich lockt etwa mit einem "Kümmelbraten mit Bärlauch-Serviettenknödel", Toni Polster umgarnt mit "Schweinsschale in Rahmsauce" und Uwe Kröger sündigt mit "Wiener Schnitzel" - natürlich vom Schwein.
Die Mutter aller Rezepte "Schweinsbraten mit Krautfleckerln" stammt von der Ministerin selbst. Ihr Tipp: Mit einem Schuss Bratensaft werden die Krautfleckerl besonders herzhaft!.
Ansonsten steuerte Kdolsky aber nicht viel zum Entstehen des Werkes bei. Die Hauptlast haben Mitarbeiter und nicht zuletzt Starkoch Toni Mörwald getragen, der mit Hingabe die Promi-Rezepte stundenlang auf ihre Praxistauglichkeit überprüft hat.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
SPÖ und BZÖ kündigen parlamentarische Anfragen an. |
|
|
|
Für Polit-Konkurrenz nur schwer verdaulich
Statt die "Österreicher mit einem Kochbuch zu Rezepten vom Schwein zu beglücken", solle sie sich um die "offensichtlichen Probleme im Gesundheitsbereich kümmern", ätzte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina als Reaktion auf das Buch.
In der Ressortzuständigkeit der Gesundheitsministerin gebe es wahrlich genug zu tun, so Kalina. Vor offensichtlichen Problemen im Gesundheitsbereich schließe sie aber die Augen. So sei kein Wort von Kdolsky über "notwendige Maßnahmen gegen die Korruption im Gesundheitswesen" zu vernehmen, empörte sich der Bundesgeschäftsführer.
"Sollte dies wirklich aus Steuergeldern realisiert und möglicherweise auch Ministeriumsmitarbeiter damit befasst worden sein, ist das ein zusätzlicher Skandal, den die Ministerin provoziert hat", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Anfragen zur Finanzierung
SPÖ und BZÖ kündigten parlamentarische Anfragen zur Finanzierung des Buches an. Zur Verteidigung der Ministerin rückte ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon aus.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
BZÖ befürchtet "Missbrauch von Steuergeldern". |
|
|
|
Krautsuppe vs. Schweinebraten
Auch das BZÖ will der Finanzierung des Kochbuches mittels parlamentarischer Anfrage auf den Grund gehen. Wie Kalina ortet BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz einen "Missbrauch von Steuergeldern", sollten sich Mitarbeiter des Ministeriums für die Erstellung verantwortlich gezeichnet haben.
Die ÖVP setzte in einer Reaktion zum Gegenangriff an und zeigte sich dabei kreativ: "Wer im Weinkeller sitzt, soll seine Krautsuppe selbst auslöffeln", meinte Missethon in einer Aussendung. Er verwies auf "öffentliche Krautsuppen-Diäten, dekadente Weinseligkeiten inklusive Herabwürdigung heimischer Spitzenweine sowie die Forderung nach mehr Thai-Restaurants in Österreich", die der SPÖ-Vorsitzende Alfred Gusenbauer "als einziges Ergebnis seiner Klimaschutzreise nach Hause gebracht hat".
Kdolsky beweise mit ihrem Bekenntnis zur guten heimischen Küche "nicht nur Humor, sondern setze sich auch für eine gute Sache ein", da der Erlös des Buches dem Österreichischen Hilfswerk zu Gute kommt, erklärte Missethon.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Buch
Erhältlich ist "Schweinsbraten & Co." um 9,90 Euro im Buchhandel und in den Filialen des Supermarktes Hofer. Der Erlös kommt gänzlich dem Wiener Hilfswerk zugute.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|