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MI | 11.04.2012
Bösendorfer Klavier (Bild: APA; Hans Klaus Techt)
Wirtschaft
Bösendorfer wird an Yamaha verkauft
Jetzt ist es fix: Die traditionelle Wiener Klaviermanufaktur Bösendorfer geht an den japanischen Konzern Yamaha. Die BAWAG und Yamaha haben sich am Donnerstag auf den Verkauf geeinigt.
Die BAWAG zeigt sich zufrieden über den Bösendorfer-Verkauf an den japanischen Musikkonzern.
Unternehmen soll in Österreich bleiben
Es wurde eine Garantie abgegeben, den Unternehmenssitz, die Zentrale und die Produktion des Unternehmens in Österreich zu erhalten, teilte die BAWAG mit.

"Die Klaviermanufaktur Bösendorfer ist ein besonderes Unternehmen. Daher freut es mich sehr, dass mit Yamaha ein strategischer Eigentümer gefunden wurde, der sowohl die wirtschaftliche Entwicklung von Bösendorfer unterstützen kann als auch das kulturelle Erbe weiterführen wird", betonte BAWAG-Chef Ewald Nowotny.
BAWAG: "Sehr gute Lösung"
Novotny weiter: "Die von Yamaha abgegebene Standortgarantie zeigt, dass wir beim Verkauf auch die Interessen der Belegschaft berücksichtigt haben und dass eine insgesamt sehr gute Lösung erreicht wurde."
Starker Eigentümer soll Zukunft sichern
Zufrieden mit dem Verkauf ist auch BAWAG-Geschäftsführer Alfred Zellinger: "Wir freuen uns, dass es gelungen ist, für Bösendorfer einen hervorragenden neuen Eigentümer zu gewinnen, der schon während der Verhandlungen großen Respekt gegenüber unserem Haus und unseren positiven Zukunftserwartungen gezeigt hat", so Zellinger.

Das Traditionsunternehmen bekomme somit einen starken Eigentümer, "der Bösendorfer im Vertrieb, bei der Produktionsoptimierung wie auch in der Entwicklung von Produktinnovationen bestmöglich unterstützen und damit die Zukunftschancen dieser Spitzenmarke sichern wird", sagte Zellinger.
Kaufpreis nicht bekannt
Die BAWAG hatte neben Yamaha auch mit der österreichischen Klavierfirma Brodmann verhandelt, sich aber für den japanischen Produzenten für Musikinstrumente entschieden.
Ende November hatte die BAWAG Yamaha mehr oder weniger als Finalisten präsentiert.

Angaben über den Kaufpreis wurden heute nicht gemacht. Bis zuletzt wurden wiederholt rund 14 Millionen Euro genannt.
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