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SO | 12.02.2012
Buchpräsentation Sirny-Kampusch (Bild: ORF)
Gericht
Kampusch-Eltern einigen sich außergerichtlich
Beigelegt haben die Eltern von Natascha Kampusch einen Rechtsstreit, in dem es unter anderem um üble Nachrede ging. Kampuschs Vater hatte wegen eines Buches seiner Ex-Frau geklagt.
"Boulevardisierung" tat nicht gut
Fritz Panzer, einer der beiden Geschäftsführer des Ueberreuter-Verlages, sagte vor Gericht, man habe "versucht, das Buch so seriös wie möglich zu machen". Es sei "sehr viel herausgenommen" worden. Er räumte ein, dass die "Boulevardisierung" dem Verlag "nicht gut getan habe".
Vater von Natascha Kampusch (Bild: APA)
Verlag zahlt 7.500 Euro an den Vater und übernimmt Verfahrenskosten.
Entschädigung und Entschuldigung
Die beiden Parteien einigten sich außergerichtlich auf einen Generalvergleich, mit dem das medienrechtliche, auf Schadenersatz und Urteilsveröffentlichung gerichtete Verfahren und eine Unterlassungsklage aus der Welt geräumt werden konnten.

Der Verlag erklärte sich bereit, Ludwig Koch 7.500 Euro als Entschädigung zukommen zu lassen und sämtliche Verfahrenskosten zu übernehmen. Zudem soll in einem Entschuldigungsschreiben erklärt werden, dass der Verlag Kochs Ehre nicht verletzen wollte.
Mutter schrieb "Verzweifelte Jahre"
In dem Buch "Verzweifelte Jahre" hatte die Exfrau Ludwig Kochs, Brigitta Sirny-Kampusch, aus ihrer Sicht die Entführung und die Zeit während der achteinhalbjährigen Gefangenschaft ihrer Tochter geschildert. Ihren Mann schilderte sie darin unter anderem als "einen, der gern trinkt" und als Spieler.
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