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DI | 14.02.2012
Emma Thompson (Bild: EPA)
Konferenz
Emma Thompson gegen Menschenhandel
Dem Kampf gegen Menschenhandel widmet sich das "Forum gegen Menschenhandel" von 13. bis 15. Februar im Austria Center Vienna. Erwartet wird als prominente Unterstützerin die Schauspielerin Emma Thompson.
Emma Thompson kommt zu Konferenz nach Wien.
Zu wenig Wissen über Problematik
An die 2,5 Millionen Männer, Frauen und Kinder sind weltweit Opfer von Menschenhändlern, die mit der Ausbeutung ihrer Opfer Milliarden umsetzen. Die verkauften Menschen schuften für Hungerlohne oder ohne Bezahlung in Fabriken, landen in Bordellen, werden zum Betteln gezwungen oder zu Kriegsdiensten.

Zu der ersten großen Konferenz der UNO zu dem Thema werden rund 1.000 Teilnehmer seitens Regierungen, NGO's und Experten aller möglichen Fachrichtungen aus 100 Staaten erwartet. Dabei sollen Informationen gesammelt und ausgetauscht werden.

Das Wiener Forum, das mit Unterstützung der österreichischen Regierung und der Stadt Wien stattfindet, solle ein Meilenstein im Kampf gegen Menschenhandel werden, hieß es.
Filme und Intstallation zum Thema.
Aktionen für "breites Publikum"
Zwei Veranstaltungen richten sich im Zuge der Konferenz an ein breites Publikum: Ein Film-Forum, in dessen Rahmen im Metro Kino in Wien Streifen zur Problematik Menschenhandel gezeigt werden.

Zudem wird eine von Oscar-Preisträgerin Emma Thomson gestaltete Installation unter dem Titel "The Journey" präsentiert, die immit großem Erfolg in London gezeigt wurde. Die Darstellung der psychischen und physischen "Reise" eines Menschenhandelsopfers zog binnen einer Woche 15.000 Besucher an.
Globales Problem, das sich durch alle Schichten zieht.
Opfer zwischen 18 und 24 Jahren
Das Phänomen Menschenhandel ist jedenfalls ein globales und nicht auf bestimmte soziale Schichten beschränkt. Laut der Internationalen Organisation für Migration ist der Großteil der Opfer 18 bis 24 Jahre alt und zumindest durchschnittlich gebildet. 20 Prozent werden mehr als ein Jahr lang ausgebeutet.

95 Prozent der Menschen wird physische oder sexuelle Gewalt zugefügt. Fast die Hälfte der Opfer wird von Leute aus ihrem Bekanntenkreis, manchmal sogar von Verwandten angeworben. Die Menschenhändler schließen sich zu arbeitsteiligen Organisationen zusammen.

Mit dem Verbrechen Hand in Hand gehen Korruption und Geldwäsche, wie Kristiina Kangaspunto von UNODC, die Organisation zur Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung, sagte.
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