Geglückte Premiere für "neuen" Opernball Der erste Opernball unter der Schirmherrschaft von Desiree Treichl-Stürgkh konnte sich sehen lassen: Eine originelle Eröffnung im Zeichen der Euro und Stars wie Teri Hatcher sorgten für einen glanzvollen Abend.
Erstmals Fußball in der Staatsoper.
Gesellschaftliche Einstimmung auf Euro Fußballplatz statt Ballsaal: Nach der traditionellen Fächerpolonaise von Carl Michael Ziehrer traten Mitglieder des Balletts der Wiener Staatsoper und der Volksoper zu einem "Fußballett" spielerisch gegeneinander an.
Die Euro war auch ein Grund, warum der sportbegeisterte Startenor Jose Carreras für die Eröffnung zugesagt hatte. Carreras verzauberte die Gäste mit zwei Kanzonen - und zwar "Passione" von Nicola Valente und "Vurria" von Furio Rendine. Die neapolitanischen Kanzonen stammen aus der Tradition der Fischergesänge und sind irgendwo zwischen Volkslied und Hochkultur angesiedelt.
Bei der heimlichen Bundeshymne "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß Sohn wurde mit dem Kommando "Alles Walzer" das Parkett für die Besucher freigegeben.
Herbert Prohaska und Andreas Herzog als Gaststars bei der Eröffnung.
Ein Abend mit vielen Stars Die Liste der Gäste konnte sich dieses Jahr sehen lassen: Im Publikum befanden sich unter anderem Fußballkaiser Franz Beckenbauer, Otto "Rehakles" Rehhagel, Anna Netrebko und Bianca Jagger. Rehhagel, derzeit griechischer Nationaltrainer, gab sich zur Euro diplomatisch: "Österreich hat nichts zu verlieren und alles zu gewinnen", sagte er.
Baumeister Richard Lugner brachte mit Dita Von Teese heuer eine "Burlesque-Tänzerin". Als Überraschungsgast kam "Desperate Housewives"-Star Teri Hatcher, die aber streng von allzu neugierigen Blicken abgeschirmt wurde.
"Desperate Housewife" Teri Hatcher überstrahlte alle.
Neuer Look für die Oper Die neue Opernball-Chefin und "Home"-Herausgeberin Treichl-Stürgkh hatte auch optisch dem Opernball ihren Stempel aufgedrückt. Die Loggia wurde zu einer "Pink Bar" samt riesigen japanischen Fächer, weiblichem DJ und eigens kreiertem pinken Hibiskus-Hochriegl-Drink umgebaut.
Raucher konnten nach Jahren der Verbannung in der Davidoff-Lounge und in der Oval-Vodka-Bar in stilvoller Art und Weise ihrem Laster frönen.
Neu war auch ein eigenes Entree samt rotem Teppich gegen das traditionelle Chaos auf der Feststiege.