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DI | 14.02.2012
Plakatfläche vor Schönbrunn (Bild: ORF)
Chronik
Plakatflächen vor Schönbrunn kommen weg
Die rund 30 neuen Plakatflächen vor Schloss Schönbrunn werden wieder entfernt. Nach einer Begehung am Montag einigten sich Gewista und SKB auf Demontage und Maßnahmen gegen "wilde" Plakate.
"Keine Fahnenfrage, ob wir nun 5.000 oder 4.970 Halbschalen bewirtschaften."
Angelegenheit rasch erledigt
Die umstrittenen Plakatflächen sollen laut dem Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB), Franz Sattlecker, noch diese Woche entfernt werden. Zufrieden sei er aber auch, "wenn die Dinger erst in den nächsten zwei bis drei Wochen wegkommen".

Für Gewista-Generaldirektor Karl Javurek ist die Lösung eine pragmatische: "Die Angelegenheit war in einer halben Stunde erledigt." Es sei "keine Fahnenfrage, ob wir nun 5.000 oder 4.970 Halbschalen bewirtschaften."
Kampf gegen Wildplakatierer
Mit den neuen in Form von Halbschalen an Masten montierten Plakatflächen will die Gewista vor allem den Wildplakatierern den Kampf ansagen. Kleineren Veranstaltern soll damit eine kostengünstige Werbemöglichkeit geboten werden.

Wie man bei der Gewista betonte, werde dieses Angebot auch sehr gut angenommen. In einer Testphase seien die neuen Werbeflächen zu 70 Prozent ausgelastet gewesen.

Allerdings sind nicht alle Wildplakatierer von dem neuen Angebot begeistert. Die rund zehn Prozent der Wildplakatierer, die das Gewista-Angebot nicht angenommen haben, sprechen von einer Monopolisierung des Plakatgeschäfts, die eine Verarmung und Vereinheitlichung der Wiener Kulturlandschaft bedeute.
SKB hält Masten künftig plakatfrei
Möglich wurde die rasche Einigung auch dadurch, dass sich die Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) bereit erklärte, die Masten nach der Demontage der Aluflächen von "wilden" Plakaten frei zu halten.

Sattlecker: "Wir werden bei der Magistratsabteilung für öffentliche Beleuchtung eine entsprechende Genehmigung einholen, um Stadteigentum von Fremdplakaten säubern zu dürfen."
"Grausliche Alu-Dinger"
Die rund 30 Werbeflächen waren vor der Fassade von Schloss Schönbrunn montiert worden. Sattlecker hatte die "grauslichen Alu-Dinger" scharf kritisiert. Gewista und SKB einigten sich darauf, eine Begehung durchzuführen, um das Problem zu lösen.
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