|
|
 |
 |
Gesundheit |
22.02.2008 |
|
|
|
|
WGKK: 80-Mio.-Einsparungen "unrealistisch"
Die WGKK sieht den Bericht des Rechnungshofes einerseits als ernstzunehmende Analyse, spricht andererseits aber von einem "rein rechnerischen Sparpotenzial". Herbe Kritik kommt von der Ärztekammer.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
"Rein rechnerisches Sparpotenzial" |
|
|
|
Wien ist nicht Oberösterreich
Dies sei nicht realistisch, sagte WGKK-Direktor Jan Pazourek. Der Rechnungshof (RH) habe "richtigerweise berechnet", wie viel man theoretisch einsparen könnte, wenn die Angebotsdichte an Vertragsärzten in Wien und die Inanspruchnahme durch die Patienten gleich wäre wie in Oberösterreich". Die 80 Millionen seien ein "rein rechnerisches Sparpotenzial".
Grundsätzlich sei der Bericht aber eine "sehr ernstzunehmende Analyse". So habe der RH den "Großstadtfaktor" herausgearbeitet und berücksichtigt, dass bestimmte Krankheitsbilder in einer Großstadt besonders gehäuft auftreten. Die "guten Vorschläge" der Analyse sollten bei den anstehenden Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Dorner wartet darauf, dass Ärzte aufgefordert werden, nicht mehr zu arbeiten. |
|
|
|
"Beinharte Rationalisierungen"
Die Empfehlungen des RH-Berichts seien nichts anderes als die Prolongierung der Pläne zum "Kaputtsparen" des österreichischen Gesundheitssystems, sagte der Präsident der Ärztekammer, Walter Dorner. Forderungen wie eine bessere Steuerung der Ausgaben für ärztliche Hilfe und Heilmittel seien nichts anderes als "beinharte Rationalisierungen am Rücken der Patienten".
Der billigste Arzt sei letztendlich der, der nicht mehr tätig sei. Er warte nur mehr auf den Zeitpunkt, an dem dies gefordert werde. Dorner: "Dann heben wir halt einfach weiter die Sozialversicherungsbeiträge ein, geben nichts mehr aus, und der Rechnungshof lobt den WGKK-Obmann Franz Bittner, weil er so viele schwarze Zahlen schreibt."
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Unterschiedliche Voraussetzungen in Wien und Oberösterreich. |
|
|
|
"Nivellierungsdebatte"
Unzufrieden reagierte auch der Wiener Patientenanwalt, er sprach von einer Nivellierungsdebatte. "Es kann wohl nicht wahr sein, dass nunmehr von den Wienern verlangt wird, weniger oft zum Facharzt zu gehen", sagte Konrad Brustbauer.
Es liege wohl auf der Hand, dass in einem Land mit überwiegend ländlicher Struktur wie Oberösterreich schon wegen der größeren Distanzen zum nächsten Ort, an dem ein Facharzt ordiniert, zuerst der in der Heimatgemeinde ansässige Hausarzt konsultiert wird.
Brustbauer sprach sich "nachdrücklich" dagegen aus, trotz unterschiedlicher Voraussetzungen in den beiden Bundesländern den Wienern die Inanspruchnahme fachärztlicher Hilfe zu erschweren.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
ÖVP: Land soll Hanusch-Spital übernehmen
Für die ÖVP fühlt sich Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec durch den Bericht bestätigt. Zum wiederholten Male forderte sie die Übernahme des Hanusch-Krankenhauses durch das Land Wien, die auch vom Rechnungshof als gangbarer Weg bezeichnet würde.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
wien.ORF.at;
Ein Einsparungspotenzial von 80 Mio. Euro sieht der Rechnungshof (RH) bei der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK). Vor allem bei Arztbesuchen und Heilmitteln könnte Geld gespart werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|