Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Haiköderung (Bild: Nullzeit.at/Leo Ochsenbauer)
florida
Wiener Anwalt starb doch an Haibiss
Nach dem Haibiss mit tödlichen Folgen für einen Wiener Anwalt auf den Bahamas sind die Ermittlungen abgeschlossen: Der Mann dürfte verblutet und nicht an einer Lungenembolie gestorben sein, hieß es vom Außenministerium.
Laut Außenministerium Untersuchungen über Unfall abgeschlossen.
Stillschweigen über Rückkehr
Zuerst war angenommen worden, der Mann sei nach dem Haibiss zu rasch aufgestiegen, und in der Folge sei eine Lungenembolie mitausschlaggebend für den Tod des 49-Jährigen gewesen - was sich nun nicht bestätigte.

Fremdverschulden habe man ausgeschlossen - laut den Ermittlern handle es sich um einen Unfall, Todesursache sei Verbluten, so der Sprecher. Der Leichnam soll noch diese Woche nach Österreich gebracht werden.

Der Rest der Gruppe wollte die geplante Urlaubswoche nicht mehr verbringen und hatte seine Rückflüge umgebucht. Sie sollen bereits am Dienstag die Heimreise angetreten haben. Wann sie in Wien landen, wurde nicht bekanntgegeben.
Bahamas-Strand (Bild: ORF) Rest der Gruppe abgereist
Der Vorfall tue ihm"irrsinnig leid", er müsse erst untersuchen, was schief gegangen sei, so Leo Ochsenbauer vom Wassersportportal nullzeit.at, dem die Stellungnahme des amerikanischen Bootsbetreibers Jim Abernethy vorlag.

Der 49-Jährige und acht Bekannte waren am Samstag von Palm Beach mit einem Safariboot zu einer Haiköderung oder Haifütterung bei den Bahamas aufgebrochen. Bei einem Tauchgang am Sonntag war der Mann dann von einem Bullenhai ins Bein gebissen worden. Der 49-Jährige starb wenig später im Spital.
Der Anbieter gilt bei Insidern als seriös.
"Verkettung unglücklicher Umstände"
Es sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen, so der Betreiber in einem E-Mail. Er sei fix und fertig und seit über 24 Stunden auf den Beinen. Laut Ochsenbauer bot Abernethy Touristen an, bei ihm gebuchte Touren kostenfrei zu stornieren. Die Vizepräsidentin der Organisation "Shark Project" betonte, Abernethy gelte als verantwortungsvoller Anbieter.
Haiköderung (Bild: Nullzeit.at/Leo Ochsenbauer) "Haie greifen nicht einfach so an"
30 Milliarden Badeereignissen stehen laut der Organisation "Shark Project" zehn tödliche Haiunfälle pro Jahr weltweit gegenüber. Haie greifen Menschen nicht einfach so an, es gebe aber Situationen, die das Risiko erhöhen: etwa wenn man Futter in das Wasser wirft oder wenn das Tier in Bedrängnis gerät.

"Dann gerät es selber in Panik und versucht sich zu verteidigen", erklärte Christine Gstöttner, Vizepräsidentin der Organisation.
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