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DI | 14.02.2012
Drogen und Spritzen (Bild: APA/Fohringer)
Chronik
Drogen: Weniger Anzeigen, mehr Konsum
Weniger Anzeigen, aber mehr Konsum: Der Drogenbericht 2007 liegt vor. Er zeigt auch, dass die Polizei ihre Strategie geändert hat und weniger die Süchtigen als mehr die Hintermänner verfolgt.
5.862 Anzeigen wegen Drogenbesitzes
Die Zahl der Anzeigen wegen des Besitzes von Drogen ist demnach gesunken. Insgesamt 5.862 Anzeigen stellte die Polizei im vergangenen Jahr wegen des Besitzes kleinerer Mengen von Drogen aus. Das ist ein Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.
Es geht darum, den Drogenhandel einzuchränken.
Polizei konzentriert sich auf Hintermänner
Leicht gestiegen sind hingegen die Anzeigen gegen Drogenhändler. Die Polizei konzentriert sich jetzt mehr auf die Hintermänner. Mit der Strategie der Polizei zeigt sich Wiens Drogenkoordinator Michael Dressel zufrieden.

"Das heißt, dass die Polizei den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die größeren, nicht süchtigen Drogenhändler gelegt hat. Das ist ganz ganz wichtig, weil niemand etwas davon hat, die Suchtkranken zu verfolgen, sondern es geht darum, den Drogenhandel einzuschränken", so Dressel.
Konsum ansteigend
Von einer Entwarnung kann man laut Dressel aber nicht sprechen. Denn trotz des Rückgangs der Anzeigen steigt der Konsum von Kokain oder Designerdrogen nach wie vor. Lediglich bei Heroin sei die Zahl nicht gestiegen.
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