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DI | 14.02.2012
Radweg (Bild: APA/Techt)
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Baubeginn für zusätzliche Radwege
Um 20 Kilometer wächst heuer das Netz der Wiener Radwege. Heute starteten einige der Arbeiten. Die Wiener ÖVP gibt sich besorgt um die Sicherheit an den Wegen, die FPÖ fordert Maßnahmen gegen "Rowdies am Rad".
Bauarbeiten für mehrere größere Projekte starten.
200 zusätzliche Meter für Mariahilf
Wien verfügt über mehr als 1.000 Kilometer Radfahranlagen - also Radwege und sogenannte Mehrzweckstreifen. Heuer wird das Netz um weitere 20 Kilometer wachsen. Dies entspricht rund einer Vervierfachung gegenüber 1987.

Am Montag starteten die Arbeiten, um die bestehenden Radfahranlagen auf der Schmelz in Rudolfsheim-Fünfhaus mit der Schlossallee in Penzing zu verbinden. Diese Nord-Süd-Achse zwischen den beiden Bezirken kreuzt unter anderem die Linzer Straße und die Hütteldorfer Straße.

An einem prominenten, wenn auch kurzen Projekt wird bereits gearbeitet: Bis Mitte April soll der knapp 200 Meter lange Radweg auf der Mariahilfer Straße zwischen Gürtel und Stumpergasse freigegeben werden.
Rückgang im Radverkehr
Mit den Maßnahmen will die Stadt den Anteil des Radverkehrs am Gesamtaufkommen steigern. An Wochenenden etwa sind zum Teil Rückgänge von 33 Prozent zu verzeichnen.
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Leopoldstadt wird fahrradfreundlicher
Im Sommer wird eine wichtige Verbindung in der Leopoldstadt angegangen. Der rund einen Kilometer lange Radweg entlang der Oberen Donaustraße ab der Rembrandtstraße soll den Anschluss an die bestehende Anlagen in der Unteren Donaustraße ermöglichen. Mit einem Abschluss wird hier nach vier Monaten Bauzeit im Herbst gerechnet.

Die ebenfalls in der Leopoldstadt befindliche Castellezgasse vor dem künftigen Konzertsaal der Wiener Sängerknaben wird im Zuge der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 zwischen Oberer Augartenstraße und Klanggasse zur Einbahn. Dabei wird zugleich eine Radfahranlage errichtet.

Der einen halben Kilometer lange Abschnitt soll noch im Frühjahr begonnen und abgeschlossen werden. Bereits vor wenigen Wochen wurden die neuen Radwege zwischen Westgürtel und der Linken Wienzeile sowie in der Inneren Stadt in der Herrengasse für die Radler freigegeben.
"Ghost Bikes" sollen als Mahnmale aufgestellt werden.
ÖVP besorgt um Sicherheit
Die Wiener ÖVP sorgt sich um die Sicherheit am Radweg, etwa wegen "chaotischer Wege". Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl präsentierte einen Forderungskatalog an die SPÖ-Stadtregierung und zehn Benimmregeln für Fahrradfahrer.

Betroffene forderte er auf, Schikanen für Radfahrer unter der Telefonnummer 5122 252 zu melden. Die Einreichungen will die ÖVP dann veröffentlichen.

Die IG-Fahrrad kündigte dagegen am Montag die Errichtung eines Mahnmals für im Straßenverkehr getötete Radfahrer an. "Ghost Bikes", weiß bemalte Fahrräder sollen am Ort tödlicher Fahrradunfälle aufgestellt werden.
FPÖ gegen "Rowdies am Rad"
Autofahrer und Fußgänger müssten sich über rücksichtslose Radfahrer ärgern, übt der Wiener FPÖ-Verkehrssprecher Herbert Madejski Kritik an den neuen Wegen. Er fordert radfahrende Polizeistreifen, Maßnahmen gegen "Rowdies am Rad" sowie Planquadrate zur Kontrolle der Verkehrsicherheit der Räder.

Madejski ist außerdem dafür, das Fahren gegen Einbahnen künftig generell zu verbieten und fordert weiter etwa: Pflichtversicherung, Helmpflicht, Fahrradkleidung in Signalfarben, eine Codenummer für jeden Fahrradfahrer, Codenummer auf der Signalkleidung.
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