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DI | 14.02.2012
Geplanter neuer Pratereingang mit Neobarock-Fassaden (Bild: APA)
Kommunales
Grünen geht es im Prater zu hoch her
Die Wiener Grünen haben nachgemessen und orten nun bei den Bauten für das Entree zum Prater Verstöße gegen die Widmungen. Sie haben Anzeige bei der Baupolizei eingebracht.
Verstoß gegen vorgeschriebene Maße
Die Zeit drängt. Die ersten Geschäfte am Platz sollen bereits am kommenden Wochenende öffnen. Mit ihrer Anzeige bei der Baupolizei wollen die Grünen einen sofortigen Baustopp erreichen. Die Traufhöhen der noch in Bau befindlichen Gebäude würden eklatant gegen die vorgeschrieben Maße verstoßen.
Bis zu 4,5 Meter zu hoch
Grünen-Planungssprecherin Sabine Gretner war mit einer Ziviltechnikerin und einem Lasermessgerät ausgerückt, um am Pratervorplatz nachzumessen.

Das Ergebnis: Statt vorgeschriebenen 7,5 Metern würden Teile der Kulissenbauten 9,5 Meter erreichen, andere statt zwölf 16,5 Meter. Dabei handle es sich aber noch nicht einmal um die Gesamthöhe, da technische Aufbauten noch fehlten, so Gretner.
Ergebnisse sind in den nächsten Tagen zu erwarten.
Baupolizei misst nach
"Es kann nicht sein, dass sich stadteigene Betreiber nicht an die Bauordnung halten", so Gretner. Die Baupolizei müsse handeln und die Arbeiten einstellen lassen.

"Ich gehe davon aus, dass das Bauvorhaben den Widmungen entspricht", sagte hingegen Baupolizeichef Gerhard Cech. Allerdings werde sich der zuständige Prüfingenieur die Gebäudehöhen nun genau ansehen. Erste Ergebnisse sollen in den nächsten Tagen vorliegen.
32 Mio. für neuen Pratereingang
Auch im Büro der zuständigen Stadträtin Grete Laska (SPÖ) gibt man sich gelassen. Erstens sei man nicht der Bauherr und zweitens gehe man davon aus, dass die Gebäude der Widmung entsprechen.

Im Eingangsbereich zum Wurstelprater vor dem Riesenrad entsteht derzeit um 32 Mio. Euro das neue Entree mit Nostalgiebauten. Die Stadt übernimmt davon 15 Millionen.
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