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MO | 13.02.2012
Sonntagsöffnung (Bild: APA/ANDREAS PESSENLEHNER)
sonntagsöffnung
Wiener Einkaufsmeilen kaum besucht
Der zweite EM-Einkaufssonntag dürfte für viele Händler nicht den erwünschten Erfolg gebracht haben: Sowohl auf der Mariahilfer Straße als auch in der Innenstadt waren die Geschäfte schlecht besucht.
Kein Match in Wien - das wirkte sich auch aufs Geschäft aus.
"Serviceleistung für Touristen"
Man habe von Anfang an keine großen Umsätze erwartet, sondern sehe die Sonntagsöffnung vor allem als Serviceleistung für Touristen, so der Tenor der Kaufleute.

Der Andrang sei nicht unbedingt berauschend, sagte etwa Rudolf Richter, Center-Manager des Generali-Centers auf der Mariahilfer Straße. "Im Gegensatz zum vorigen Sonntag bleiben dieses Mal auch die Fans aus, da heute kein Match in Wien gespielt wird."

Aufgrund des mäßigen Erfolgs das Einkaufszentrum an den noch anstehenden beiden EM-Sonntagen (22. und 29. Juni) geschlossen zu halten, steht für Richter nicht zur Diskussion.
"Steffl": Teilweise mehr Verkäufer als Kunden
Andere haben sich bereits zu diesem Schritt entschlossen: So blieb die Filiale einer großen Schuhhandelskette am Sonntag geschlossen, obwohl vor einer Woche noch von einer Öffnung an allen vier Euro-Sonntagen die Rede war. Auch die Stores internationaler Textilkonzerne verzeichneten nur spärliches Kundeninteresse.

Kaum rosiger schien die Situation in den bekannten Einkaufsstraßen der Innenstadt: Auf der Kärntner Straße herrschte gegen 15.00 Uhr zwar dichter Fußgängerverkehr, in die Geschäfte selbst verirrten sich allerdings nur wenige Spaziergänger.

Wenig Zulauf verzeichnete auch das Einkaufszentrum "Steffl". Während im Erdgeschoss noch einige Bummler unterwegs waren, überstieg in den oberen Etagen die Zahl der Shop-Angestellten mitunter jene der Kauffreudigen.
Nobel-Boutiquen blieben zu
Ziemlich unbeeindruckt von der Möglichkeit, an den EM-Sonntagen zwischen 12.00 Uhr und 18.00 Uhr aufsperren zu dürfen, zeigten sich die internationalen Nobelboutiquen am Kohlmarkt: Beinahe alle Stores von Chanel über Cartier bis hin zu Diesel blieben geschlossen.
Jubel war allenfalls aus der Lugner-City zu hören.
Für Lugner "wie Adventsamstag"
Richard Lugner hatte indes wieder Grund zum Jubeln: In seiner Lugner-City am Gürtel sei - wie schon in der Vorwoche - wieder die Hölle los: "Es ist irre voll", freute er sich. Da die hauseigenen Parkflächen bereits völlig ausgelastet seien, habe man kurzfristig sogar einen Teil der Garage der nahe gelegenen Stadthalle mieten müssen.

Mit an die 40.000 Besuchern und zwischen 400.000 und 430.000 Euro Umsatz seien die Werte des vorigen Sonntags um rund ein Fünftel übertroffen worden. "Es ist wie an einem Adventsonntag", war der Bau- und Society-Löwe begeistert.
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