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MO | 13.02.2012
Bier (Bild: APA/Pfarrhofer)
Wirtschaft
Wirte nun doch noch halbwegs zufrieden
Zu wenige Besucher und geringer Umsatz: Damit haben die Wirte der Fanzone in den vergangenen Wochen Schlagzeilen gemacht. Am Samstag zogen sie eine - noch - positive Bilanz. Allerdings sei "der Österreicher ausgeblieben".
Bisher 4,5 Millionen Euro Getränkeumsatz.
"Hätte schlimmer sein können"
Ein EM-Spiel mit einer - laut Erwartungen voll gefüllten Fanzone - steht den Wirten noch bevor. "Es hätte weitaus schlimmer sein können", sagte der Gastronomiechef Christian Chytil von der Firma Impacts.

Trotz des nicht den Erwartungen entsprechenden Besucherandrangs - nur zweimal wurden die Kapazitätsgrenzen der Fanzone erreicht - hat man die Hoffnung auf einen Gewinn noch nicht ganz aufgegeben. Ein endgültiges Ergebnis werde erst die Abrechnung am Ende zeigen, meinte Chytil. "Es wird eine schwarze Null werden, vermutlich."
Drei Millionen verkaufte Krügel erhofft, bisher waren es 855.000.
Ein Getränk pro Besucher im Durchschnitt
1,2 Millionen Getränke wurden bis inklusive Freitag an knapp eine Million Besucher verkauft, rund 4,5 Millionen Euro umgesetzt, berichtete Chytil. Im Vorfeld hatte Impacts alleine mit einer Million nichtalkoholischen Durstlöschern gerechnet. Beim Bier hoffte man auf drei Millionen Krügel. Eingeschenkt wurden bis dato jedoch lediglich 855.000 Becher.

"23 Regentage, und wir hätten nicht so eine Bilanz ziehen können", erklärte Chytil. Pro Gast sei mehr als ein Getränk verkauft worden, das sei ein guter Durchschnitt.
Standler (Bild: ORF) Wiener geht nicht in Fanzone
Vor allem das Fehlen der heimischen Gäste sorgte laut der Gastronomieleitung aber für die unter den Erwartungen gebliebenen Besucherzahlen. "Es ist der Wiener, der Österreicher ausgeblieben", so Chytil. Der klassische Stadtbewohner, der mitfeiere, sei einfach nicht auf die Partymeile gekommen.

Einen Einfluss hätten auch das Wetter, der Spielverlauf sowie das Abschneiden des heimischen Teams gehabt, meinte er. Kritik an den Verkaufspreisen, die von Impacts in Absprache mit den Gastronomen festgelegt worden seien, ließ er hingegen nicht gelten. Ergeben hätten sich diese durch die Kosten für Logistik und die der UEFA.
Haben Sie die Fanzone besucht?
Ja, mehrmals.
Nein, und ich habe es auch nicht mehr vor.
Ich will noch zum Finale hingehen.
Für Finale wird Sperrstunden-Verlängerung überlegt.
Verlängerung wird kurzfristig beschlossen
Um den letzten Spieltag auszukosten, wird unterdessen eine Verlängerung der Sperrstunde bis nach Mitternacht überlegt. Eine Verschiebung um 15 bzw. 30 Minuten sei angedacht, erklärte Chytil. Je nach Spielverlauf werde diese Entscheidung jedoch kurzfristig getroffen.
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