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MO | 13.02.2012
Ein Kind vor einem Babyrochen. (Bild: Haus des Meeres)
RW-Tierpraxis
Doppelter Zuchterfolg im Haus des Meeres
Erst vor einem Jahr wurde die Abteilung für tropische Süßwasserfische im Haus des Meeres eröffnet. Jetzt gibt es bereits Nachwuchs bei zwei schwer zu züchtenden Tierarten: den Stechrochen und den Kehlphallusfischen.
Der Stechrochenpapa mit seinem Jungen.
15 Zentimeter große Stechrochenbabys
In einem großen Aquarium im zweiten Stock schwimmen die Stechrochen mit ihren Jungen. Elegant gleiten sie an der Glasscheibe vorbei. Die erwachsenen Rochen leben seit einem Jahr im Haus des Meeres in einem 5000-Liter-Aquarium.

Die Zucht der Stechrochen ist schwierig, die Freude bei Direktor Michael Mitic daher dementsprechend groß: "Stechrochen zu züchten ist eine große Herausforderung. Auch in der Haltung sind die Tiere nicht einfach. Wir haben daher nicht so schnell mit Nachwuchs gerechnet."

Die erwachsenen Stechrochen sind fast 60 Zentimeter groß, die Jungtiere rund 15 Zentimeter.

Wenn man die kleinen Stechrochen von unten durch die Glasscheibe betrachtet, sind sie fast durchsichtig. Man kann sogar ihre Organe sehen.
Kehlphallusfisch. (Bild: Haus des Meeres)
Der Kehlphallusfisch stammt aus Südostasien.
Vielleicht weltweite erste Zucht
Gleich neben dem Rochenaquarium befindet sich der nächste Zuchterfolg: die Kehlphallusfische. Diese Süßwasserfische aus Südostasien sind sehr schwer zu halten. "Viele schaffen es nicht einmal die Fische am Leben zu halten, geschweige denn sie zur Fortpflanzung zu bringen."

Optisch sind die Fische eher unscheinbar: Sie sind rund zwei Zentimeter klein und durchsichtig. Ihren Namen verdanken die Kehlphallusfische einem besonderen Merkmal: "Die männlichen Fische haben an der Kehle ein Phallusorgan, das sie zur Fortpflanzung brauchen", erklärt Mitic.

Im Haus des Meeres hat es mit der Fortpflanzung geklappt und das ist eine kleine Sensation. Mitic: "Vielleicht ist es weltweit die erste Zucht der Kehlphallusfische. Wir sind gerade am recherchieren und haben schon in vielen Zoos nachgefragt."
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