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Verkehr |
04.09.2008 |
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AUA-Betriebsrat trifft ÖIAG-Spitze
Die Privatisierung der AUA ist im Laufen. Der Betriebsrat will offene Fragen dazu mit dem Hauptaktionär ÖIAG heute Abend in einem Gespräch klären. Im Zentrum dabei ist das Tempo des Verkaufs.
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Betriebsrat: "Die Situation war nie so schlecht, dass wir vor einem Konkurs gestanden sind." |
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Warum die "plötzliche Eile"?
"Die Situation war nie so schlecht, dass wir vor einem Konkurs gestanden sind", versteht Boden-Betriebsratschef Alfred Junghans die "plötzliche Eile" bei der AUA-Privatisierung nicht.
Die scheidende Bundesregierung hatte am 12. August den Privatisierungsauftrag erteilt. Wenn es der AUA so schlecht ginge wie behauptet, dann wären Sonderberichte zu Liquidität und Rentabilität des Unternehmens vorzulegen gewesen, so Junghans, der als Betriebsrat Einsicht in die Bücher hat.
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Vorrangig für den neuen Eigentümer: Investieren und Flottensalat bereinigen. |
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Stand alone nicht vom Tisch
Für den Betriebsrat weiter nicht vom Tisch ist die Variante einer Minderheitsbeteiligung mit weiterem "Stand alone". Das sei nicht nur eine Reservevariante, sondern eine ernsthaft zu prüfende Möglichkeit.
Junghans äußerte dazu keine Präferenz. Es gehe aber darum, die künftigen Wachstumsmöglichkeiten der Airline sicherzustellen. Die vorrangige Aufgabe eines neuen Eigentümers sei zu investieren und "den Flottensalat bereinigen".
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Verhandlungen über neuen Kollektivvertrag verschoben. |
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Kritik an "vorauseilenden Verschlechterungen"
Kritik übte der Betriebsrat an der Verschiebung der Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag für die 3.400 kaufmännisch-technischen Mitarbeiter der AUA. Angesichts des absehbaren Einstiegs eines neuen Haupteigentümers sollten auch dessen Interessen bereits Berücksichtigung finden können, hieß es.
Der Betriebsrat kritisierte besonders angeblich geplante "vorauseilende Verschlechterungen" vor einem Eigentümerwechsel. Ein neuer Mehrheits- oder Großaktionär könnte sich zu Sparmaßnahmen veranlasst sehen, um die AUA wieder auf Gewinnkurs zu bringen.
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Keine Betriebsversammlungen geplant. |
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Treffen mit ÖIAG-Spitze
All diese Punkte werden Themen eines Gesprächs zur AUA-Privatisierung sein, das der Betriebsrat mit der ÖIAG-Spitze am Donnerstagabend führen will.
Ursprünglich war sogar daran gedacht gewesen, eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einzuberufen. Nun soll das Gespräch in einem weniger formalen Rahmen stattfinden.
Die AUA-Mitarbeiter will der Betriebsrat in den kommenden Wochen laufend weiter über die Entwicklung der Privatisierung informieren. Größere Informationsveranstaltungen etwa in Form von Betriebsversammlungen seien nicht geplant.
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ORF.at
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