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Reaktion |
17.09.2008 |
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Diskussion über Frühwirth-Suspendierung
Die Suspendierung von Roland Frühwirth schlägt Wellen: In der nächsten Ausgabe des Fachmagazins "Kriminalpolizei" ist von Kritik als "Majestätsbeleidigung" und Methoden im "Geiste Metternichs" die Rede. Die Polizei sieht das anders.
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Ellinger: "Unerwünschte Meinungen dürfen nicht veröffentlicht werden." |
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Ein Hauch von Kottan?
"Offenbar ist Kritik an einer ohnehin umstrittenen Polizeireform so etwas wie eine Majestätsbeleidigung", so Alfred Ellinger, Präsident der Vereinigung österreichischer Kriminalisten, im der Austria Presse Agentur vorab übermittelten Editorial für die Ausgabe Oktober/November 2008, die in rund zehn Tagen erscheinen wird.
"Nachdem man in der BPD Wien zuerst geglaubt hat, man könnte im Geiste Metternichs gegen unsere Zeitung vorgehen, hat man sich im Landespolizeikommando dazu entschlossen, gegen Oberst Frühwirth eine Disziplinaranzeige zu erstatten. Mit dieser Anzeige, die ein Hauch von 'Kottan' umweht, hätte Karl Kraus sicher seine Freude gehabt", so Ellinger weiter.
"Eine Meinung, die der 'Polizeiobrigkeit' nicht passt, darf nicht veröffentlicht werden, aus, punktum!", so Ellinger. Er vermutet nun, dass "ein solches Disziplinarverfahren wohl beim Verwaltungsgerichtshof ein unrühmliches Ende nehmen" werde.
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Bisher keine ähnliche Maßnahme
Ferdinand Germadnik, Chefredakteur der "Kriminalpolizei", sagte, ihm sei in den rund 30 Jahren seiner Tätigkeit für das Magazin eine solche Disziplinarmaßnahme bisher nicht untergekommen.
Angesprochen auf den Fall des früheren Sicherheitsbürochefs Max Edelbacher, der wegen eines nicht erschienenen Kommentars in dem Magazin unter Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) versetzt worden war, meinte Germadnik: "Dieser Fall ist insofern anders gelagert, weil der Entwurf für eine Geschichte Edelbachers auf irgendwelchen Wegen im Ministerbüro gelandet ist und er daraufhin versetzt wurde."
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"Konstruktive Kritik" erwünscht
Anders sieht die Causa naturgemäß die Wiener Polizeispitze. Walter Hladik, Sprecher der Bundespolizeidirektion Wien (BPD), sprach von "unqualifizierten Pauschalangriffen".
Konstruktive Kritik sei erwünscht, aber ein Rundumschlag, wie ihn Frühwirth geführt habe, könne nicht hingenommen werden, so Hladik.
Polizeipräsident Gerhard Pürstl stand am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung.
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wien.ORF.at
Am Mitwoch wurde bekannt, dass der versetzte Leiter der Wiener Kriminaldirektion 1 (KD1), Roland Frühwirth, suspendiert wurde. Er hatte in einem Gastkommentar die Polizeispitze heftig kritisiert.
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