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chronik |
20.10.2008 |
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Freie Plakatierer wettern gegen "Plakatmafia"
Der Streit ist noch längst nicht ausgefochten: Wiens freie Plakatierer konkurrieren weiter mit der Gewista, die sie als "Plakatmafia" bezeichnen, um den öffentlichen Raum. Jetzt forderten sie zumindest 9.000 kostenlose Flächen.
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Künstlerische Einfalt werfen die Plakatierer der Stadt vor. |
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Salzburg als Vorbild?
Seit 1. Jänner beherrsche die Gewista mit ihrem Tochterunternehmen Kultur:Plakat GmbH und deren Halbschalen den Plakatmarkt, so der Vorwurf der freien Plakatierer. Seitdem sei die kulturelle Vielfalt der Stadt einer künstlerisch Einfalt gewichen. Drei bis vier kommerzielle Veranstalter würden die Plakatlandschaft dominieren.
Die freie Szene sei dagegen vom Markt verdrängt, weshalb Vertreter am Montag 9.000 kostenlose Flächen zum Affichieren forderten und für mittelgroße Kulturbetriebe zusätzlich 20.000 preiswerte.
Als Vorbild wird Salzburg angeführt - wenn man dieses Modell auf Wien umlegt kommt man auf die minimal geforderten 9.000 kostenlosen Plakatflächen, die von einem eigenen Beirat verwaltet werden sollten. Dagegen sei das jüngste Gewista-Angebot, 600 Flächen zur Verfügung zu stellen und deren Vergabe zu verwalten, inakzeptabel.
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Runder Tisch gefordert
Marc Mathoi vom Verein Freies Plakat wetterte gegen die "Plakatmafia". Diese werde repräsentiert durch Gewista-Chef Karl Javurek, Planet-Music-Chef Muff Sopper, der mit 30 Prozent an der Kultur:Plakat GmbH beteiligt sei, und die SPÖ. Er forderte einen runden Tisch mit allen Beteiligten.
Peter Drössler, Fraktionsführer der Grünen Wirtschaft und stellvertretender Obmann der Fachgruppe Werbung in der Wirtschaftskammer, stärkte den Aktivisten den Rücken: "Wir glauben an den Markt, und der Markt könnte vieles regeln - wenn es denn einen freien Markt gäbe."
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SPÖ: "Lösungsweg bereits gefunden"
Die Wiener SPÖ verwies auf ein Treffen zwischen Stadt und Wirtschaftskammer. "Alle Fraktionen waren sich einig, dass Wettbewerbsgleichheit sichergestellt ist", unterstrich Gemeinderat Erich Valentin (SPÖ). Nun würden die Grünen jedoch die Causa für ihre politischen Zwecke missbrauchen, obwohl ein Lösungsweg gefunden worden sei.
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wien.ORF.at; 30.4.08
Ein Angebot der Gewista hatte die kleinen Freiplakatiererfirmen im Frühjahr ausgeschlagen. Das Angebot sei wirtschaftlich uninteressant, hieß es Ende April.
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