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MI | 11.04.2012
RoboVox (Bild: Martin Bricelj)
Kunst
"RoboVox" verliest SMS im MuseumsQuartier
Das MuseumsQuartier ist um eine Attraktion reicher. Ein riesiger, sprechender Roboter wird dort zum Symbol für Kommunikation und Meinungsfreiheit. Er verliest von 4. bis 12. Dezember SMS-Texte von Besuchern und Passanten.
Meinungsäußerung und Begegnung
Um ihren Botschaften Gehör zu verschaffen, können Interessierte eine SMS an die vor dem acht Meter hohen Roboter angegebene Nummer schicken. Sobald "RoboVox" die Nachricht erhält, trägt er den Text vor - egal ob politischer Aufruf, Liebeserklärung oder selbstgedichtete Verse.

In diesem Sinne soll "RoboVox" ein Symbol für den Eingriff ins öffentliche Leben und die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung sein. Er soll die Menschen zum Ansprechen brisanter Themen motivieren. Davon erhofft sich Erfinder Martin Bricelj, einen Eindruck von der Gedankenwelt der Gesellschaft zu erhalten.
Roboter im Dienst des Individuums
Die interaktive Sound-Installation stellt sich dabei in den Dienst des Individuums. Dessen Stimme soll nicht in der Masse untergehen, sondern in der Öffentlichkeit hörbar sein und eine Bühne bekommen.

"Mit dem riesigen RoboVox Roboter wird ein öffentlicher Ort plötzlich zu einem Ort der Interaktion und Kommunikation", sagt MQ-Direktor Wolfgang Waldner.
Medienkünstler und Kulturaktivist
Der Slowene Martin Bricelj ist derzeit im Rahmen des artist in residence Programms des Quartier21 im Museumsquartier tätig.

Auf Einladung des Außenministeriums präsentiert er seine Roboter-Installation erstmals in Wien. Nach Ljubljana und Maribor, dem dänischen Aalborg und London ist Wien damit die fünfte Stadt, in der "RoboVox" zu sehen ist.
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